Mach mal Pause!

Mach mal Pause!

Das beste Fach bei mir in der Schule war „die große Pause“ :-).

Wahrscheinlich wusste ich da schon, wie wichtig „Pause machen“ im Leben ist. Mir war damals aber nicht bewusst, wie schwierig dieses Fach im weiteren Leben sein wird.

Die meisten Leute, die ins Fitnessstudio gehen und Krafttraining machen, wissen, dass sie zwischen den Sätzen Pause machen sollen! Das ist einfach so. Aber warum ist das denn eigentlich so?

Das ist genau das, was wir unseren Sportlern auch immer wieder vermitteln.

Die Pause zwischen den Trainingssätzen (egal was Du trainierst) ist so wichtig, weil Dein Körper (Muskulatur, Gefäßsystem, Fasciensystem, etc.) sich erholen muss, um im nächsten Satz wieder volle Leistung bringen zu können um im Endeffekt einen Trainingsfortschritt zu gewährleisten. Ist die Pause ständig zu kurz oder wird vernachlässigt, kannst Du nicht das Optimale rausholen, bzw. sogar negative Ergebnisse erzielen.

Das war die Pause runtergebrochen auf den einzelnen Trainingssatz.

Verfolgen wir die Kette aber mal weiter. Die Pause sollte auch zwischen den Trainingseinheiten eingehalten werden. D.h. wie viel Zeit (Tage) sollte ich zwischen den Trainingseinheiten machen um optimal erholt in die nächste Trainingseinheit zu gehen.

Gehen wir noch einen Schritt weiter, wie viel Zeit sollte ich mir nehmen, um mich von meinen anderen, ständig auf mich einhämmernden Belastungen, zu erholen? Dazu zählen Beruf, private Aufgaben, Familie, Hobbies aber auch selbstverständlich das sportliche Training.

Wenn ich in dem was ich tue gut sein will (z.B. Dein Beruf!), dann muss ich schauen, dass ich die richtigen Erholungspausen einhalte. Wie auch immer die aussehen. Sie können vielfältig sein. Willst Du optimale Leistung bringen (und ich gehe fest davon aus, dass Dein Chef das sehr gerne sehen würde, täglich), musst Du an Deine Erholungspausen denken.

Bzw. müssen sich die meisten Menschen erstmal objektiv bewusst machen, wie sehr das eigene Gleichgewicht zwischen Belastung und Erholung (Ying und Yang) ausgependelt ist.

So, ich behaupte mal, dass das Fach „große Pause“ also mittlerweile nicht nur bei mir, sondern bei vielen anderen Menschen auch, wohl eines der schwersten geworden ist.

Ich wünsche Dir die Note 1 darin.

Alles Gute.

ROBIN

Mount Everest Besteigung auf Geschäftskosten

Mount Everest Besteigung auf Geschäftskosten

Vielleicht will nicht jeder von euch den Mount Everest besteigen. Jedoch wäre doch jeder gerne so fit, um auf so eine Besteigung vorbereitet zu sein. Richtig? Ich denke ja.

Was würdest Du denken, wenn Dein Arbeitgeber Dir diese Mount Everest Besteigung bezahlen würde? Glaub mir, er tut es!

Die meisten von euch haben ganz bestimmt ein Treppenhaus bei der Arbeit.

Jetzt stell Dir mal vor, Du würdest jeden Tag 60 Treppen steigen. 365 Tage im Jahr.

Ich behaupte mal, eine durchschnittliche Stufe hat so ca. 20 cm Höhe.

Das macht:

60 x 20 cm = 12 Höhenmeter am Tag!

12 Höhenmeter * 365 Tage = 4380 Höhenmeter!!

Das mag vielleicht noch nicht der Mount Everest sein, aber Du hast mit 4380 Höhenmetern den Kilimandscharo bestiegen! Ach ja, 4380 Meter ist auch so ungefähr die Höhe, aus der sich Fallschirmspringer aus dem Flugzeug stürzen J!

Ha, und jetzt lass es mal 80 oder 100 Treppen am Tag sein. Ich glaube Du hast begriffen was ich meine.

So, Du kannst ziemlich sicher sein, wenn Du diese Treppenstufen täglich nimmst,

  • Dein Herzkreislaufsystem,
  • Dein Gefäßsystem,
  • Deine Muskulatur,
  • Deine Atmung,
  • Deine Faszien,
  • und ganz ganz viel mehr im Körper

WESENTLICH besser trainiert ist, als bei jemanden, der das nicht tut.

Und jetzt kommt der Hammer. Du wirst für dieses „Treppensteigen“ sogar noch bezahlt. Du machst es während der Arbeit.

Und um das noch zu toppen: Dein Chef wird ganz bestimmt nicht sagen, „nimm lieber den Aufzug“. Jeder weiß, dass Treppensteigen gut für ihn ist.

Mit Deiner Geldanlage machst Du es ja genau gleich. Jeden Tag oder jeden Monat ein bisschen anlegen und am Ende des Jahres steht da ein satter Betrag. Ist genau das Gleiche!

Du kannst das Beispiel auch andersherum sehen. Stell Dir vor Du hast Dir eine schlechte Angewohnheit antrainiert. Z.B. einen Schokoriegel am Nachmittag um die Mittagsmüdigkeit zu überwinden. Klar könnte ich sagen, „der eine Riegel macht doch nix“. Tu ich aber nicht!!!! Genau der ist es!

Ein durchschnittlicher Schokoriegel hat so ungefähr 30 Gramm Zucker in sich. Hört sich nicht viel an.

30 Gramm Zucker sind jedoch ca. 10 – 13 Zuckerwürfel!!! Das ist schon einiges!

So, hier wieder das Rechenbeispiel:

365 Tage x 10 Zuckerwürfel = 3650 Zuckerwürfel pro Jahr!!!

(wenn ich richtig gerechnet habe, sind das wiederum über 12 kg reiner Einfachzucker, den Du über diese Riegel pro Jahr zu Dir nimmst!)

Zucker, mit dem Dein Körper nichts anfangen kann und sehr schädlich für ihn ist.

Also schnell lieber wieder zurück zu den guten Angewohnheiten. Wie z.B. das Treppensteigen, den Extra-Weg zum Drucker, das Auto etwas weiter wegstellen und den Rest laufen, etc… Es gibt so viele gute Ideen, die wir in unseren Alltag einbauen können.

Wir leben nun mal in dieser Welt, die uns die Bewegung wegnimmt, also brauchen wir Tipps und Tricks, Bewegung wieder in unseren Alltag zu bekommen.

Now! What are you gonna do?

 

„She is not sick, she is a dancer“ – Sir Ken Robinson

„She is not sick, she is a dancer“ – Sir Ken Robinson

Bewegungsdrang – Ein kleiner Gedankenanstoß

„She is not sick, she is a dancer“ – Sir Ken Robinson

 Wie ihr schon in anderen Artikeln lesen konntet, erzähle ich in meinen Gesundheitsvorträgen und Seminaren viel darüber, dass der Mensch einen natürlichen Bewegungsdrang hat. Wie schon gesagt, wir haben einen „Bewegungsapparat“ keinen „Ruheapparat“.

Und ehrlich gesagt hat mich ein Video, welches ich gestern auf YouTube gesehen habe, dazu gebracht, diesen Artikel zu schreiben. Ihr erfahrt später mehr vom Video.

 Dieser Artikel soll einfach mal wieder ein kleiner Gedankenanstoß an euch sein.

 Schau Dir doch mal Kinder im Kindergartenalter und davor an. Wenn die von einem Ort an den anderen wollen, rennen sie meistens. Sobald sie etwas zum draufklettern sehen, klettern sie drauf und springen runter. Einfach so, setzten sie zu einem Sprint an. In einem sind wir uns auf alle Fälle einig: Wir sehen sie selten gemächlich spazieren gehen, wie wir es nach einem üppigen Essen kennen.

So, jetzt kommen die Kinder in die Schule. Was passiert da?!

Hinsetzen und ruhig sein. Vielleicht noch nicht in der ersten oder zweiten Klasse. Aber es wird immer schlimmer, je länger sie in der Schule sind.

Meiner Meinung nach wird unser natürlicher Bewegungsdrang von der Schule systematisch ausradiert.

Ich schieb der Schule (bzw. dem derzeitigen Schulsystem) viel Schuld in die Schuhe, dass wir uns dann im Jugend- und Erwachsenenalter zu wenig bewegen.

Klar haben sie Sportunterricht. Aber die Rechenaufgabe ist einfach. Wie viel Stunden Schule hat ein Kind im Durchschnitt? Ich weiß es nicht, aber ich schätze mal auf so ca. 20 – 25 Stunden pro Woche.

Davon sind maximal 2 – 3 Stunden Sport. Haben wir also ein Verhältnis von ca. 10 zu 1. 20 Stunden sitzen, 2 Stunden Sport.

 So geht das dann bis zum Haupt-/Realschulabschluss oder Abitur. Dann geht’s vielleicht ins Studium oder in eine Ausbildung mit mehr oder weniger Bewegung. Dann ist man vielleicht Anfang oder Mitte zwanzig und hat eigentlich gar keine Lust mehr sich zu bewegen.

 In meinen Gedanken gehe ich sogar so weit, dass Kinder mit AD/HS (Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung) eigentlich die normalen Kinder sind.

Vielleicht sind das die Menschen, die schon im Kindesalter davon Krank werden wenn man ihnen die Bewegung wegnimmt. Im Erwachsenenalter passiert das dann sowieso… J

(Anmerkung: Ich weiß, dass ich mit dieser Aussage Mediziner oder Fachleute auf diesem Gebiet vielleicht widerspreche. Ich bin weder Mediziner noch Fachmann in diesem Bereich, noch habe ich irgendwelche Studien oder Fachartikel dazu gelesen. Ich mache mir nur meine Gedanken.)

 Ich habe am Anfang erzählt, dass ein Video mich dazu gebracht hat, meine Gedanken an euch weiterzugeben. Es hat mich bestätigt, dass ich auf alle Fälle nicht der einzige bin, der so denkt.

Es lohnt sich mehr von Sir Ken Robinson zu lesen und zu hören. Aber hier ist das Video von dem ich gesprochen habe.

Wer es nicht ganz ansehen will, kann bis 15:00 Min vorspulen. Da erzählt er die Geschichte: „She is not sick, she is a dancer!“

https://www.youtube.com/watch?v=iG9CE55wbtY

 Kennst Du das, dass mache Ideen, Einfälle oder Problemlösungen beim Joggen kommen?

 Bleib in Bewegung AND start move your kids!