Eine Aussage, die mir sehr oft und sehr stark die Hauptschlagadern anschwellen lässt ist – „Mein Arzt hat aber gesagt, dass ich die nächsten Wochen kein Sport machen darf“.

Warum? – Weil diese Aussage in den meisten Fällen absoluter Schwachsinn ist.

Nicht dass ich hier die Aussagen aller Ärzte anzweifle, absolut gar nicht. Aber ich will euch hier mal ein Beispiel bringen, welches in meiner „Trainer-Welt“ halt oft vorkommt.

Ein Sportler kommt nach einem Fußballspiel, nach einer Skiausfahrt oder was auch immer mit einer „kleinen“ Verletzung zu mir (oder ruft mich an) und sagt, dass er sich z.B. die Bänder im Sprunggelenk verletzt hat, den Arm gebrochen hat, die Schulter schmerzt oder einen Muskelfaserriss zugezogen hat. Verletzungen in diesem Ausmaß…

Er oder sie würde sich jetzt gerne von den Trainings abmelden, da sein/ihr Arzt gesagt hat, dass jetzt erstmal eine mehrwöchige Sportpause eingelegt werden soll. – Da flipp ich aus! –

Solange die Diagnose wie oben erwähnt ist und keine anderen Diagnosen gestellt worden sind, ist diese Aussage absoluter Blödsinn!

Perspektivenwechsel:
Wenn sich also z.B. jemand den Arm gebrochen hat und der Arzt ihm Kniebeugen verbietet, wie zum Geier soll sich diese Person denn Bitteschön das nächste Mal auf die Toilette setzen?!?
Wenn sich jemand die Bänder im Sprunggelenk verletzt hat und der Arzt ihm verboten hat das Bein zu belasten, was ist mit dem anderen Bein?
Wenn sich jemand die Schulter verletzt hat und der Arzt verbietet ihm schwere Dinge zu heben, wie soll diese Person ihre  Einkäufe nach Hause bringen?

Alltag ist immer Bewegung und Sport. Selbstverständlich muss man diese verletzten Personen hinsichtlich der Verletzung perfekt betreuen und sich ganz genau sicher sein, was und wie man mit ihr trainieren kann aber ganz sicher ist diese Person nicht tot und kann weiterhin moderat, durch ein sinnvolles Trainings-Reha-Programm belastet werden.

Ähnlich ist es bei Schwangeren. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und natürlich kommt es auch darauf an wie fit die Person schon vor der Schwangerschaft war und vor allem wie die Schwangerschaft verläuft. Aber ich bin grundsätzlich ganz klar PRO-Training während der Schwangerschaft.
Hey, manche der Leser hier haben Großeltern, die haben ihre Kinder während des Krieges oder in der harten Nachkriegszeit auf die Welt gebracht und waren in dieser Zeit schwanger. Was glaubt ihr, wie deren „Bewegungs-Alltag“ ausgesehen hat?? Zu Hause auf dem Sofa und Hartz4 TV schauen? Ganz bestimmt nicht!

Es ist unser täglich Brot auf Verletzungen oder Schmerzen von unseren Sportlern im Training zu reagieren. Das unterscheidet einen Trainer von einem sehr gutem Trainer. Auch in kürzester Zeit auf die Probleme Deiner Sportler eingehen können und reagieren ist eigentlich das was es ausmacht. Und es macht Spaß.

Lass eine solche Verletzung dich nicht aufhalten weiter zu trainieren. Gehe zu professionellen Trainern, die Dir weiterhelfen. Glaub mir, es wird Dich in Deinem Selbstbewusstsein absolut stärken und vor allem dir den schweren Wieder-Einstieg ins Training nach einer langen Pause abnehmen.

Eine super Motivation ist z.B. auch die Dokumentation von Lyndsey Vonn. Absoluter Wahnsinn wie sie mit zwei schweren Knieverletzungen umgeht. Mental, sowie körperlich! Absolut sehenswert und Du willst noch während der Dokumentation zu trainieren anfangen!

Check diesen LINK oder google nach: Das Comeback der Lindsey Vonn – Red Bull
Dieses Video habe ich schon zahlreichen Sportlern von mir zugesandt, die sich eine Verletzung zugezogen haben.

Faustregel:
Wenn Du es aus eigener Kraft schaffst, das TrainingsCenter / FitnessStudio zu erreichen, dann kannst Du auch etwas trainieren!

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Anmerkung:
Auf diesem Bild siehst Du einen sehr guten Freund von mir, der seine erste „große Verletzung“ (Mittelfußbruch) zum Anlass genommen hat, das Training aufzunehmen und fit zu werden. Super! Absoluten Respekt! So kann man eine negative Situation drehen und das Beste rausholen.

Nothing can stop you!

Euer ROBIN

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