Die Kunst des Lesens

Die Kunst des Lesens

Die Kunst des Lesens oder auch des Zuhörens besteht darin, wirklich zuzuhören oder zu lesen. Klingt logisch und einfach, ist es aber nicht. Versuche zuzuhören oder zu lesen ohne Ablenkung, ohne die ständig präsente Stimme im Kopf. Die Stimme, die sofort alles bewertet, was man hört und liest. Diese Stimme auszuschalten ist eine hohe Kunst und muss geübt werden.

Normalerweise läuft es doch so ab:

Du hörst jemandem zu oder liest etwas und sofort beginnt es in deinem Kopf zu rattern. Der Satz ist vielleicht noch nicht einmal zu Ende gesprochen und schon fangen deine eigenen Bewertungen im Kopf an. Du bewertest das Gesagte anhand deiner eigenen Ansichten und deines bereits vorhandenen Wissens. Alles, was du in der Vergangenheit als Wissen angesammelt hast und zu deinen eigenen Ansichten und Meinungen zusammengebaut hast, ist die Grundlage der Person, die du bist. Beziehungsweise mit der du dich identifizierst. Bestätigt das, was du liest oder hörst, diese Identifikation, freust du dich. Widerspricht es deiner Identifikation, ärgerst du dich und argumentierst dagegen.

Beispiel:

Jemand sagt:  „Mach das ab sofort so…“

Deine Gedanken: „Das habe ich noch nie so gemacht, so bin ich nicht, das werde ich auch in Zukunft nicht so tun.“

Noch während die Person mit dir spricht, fallen diese Gedanken über dich her und leiten einen sofortigen Bewertungsprozess ein. In diesem Fall hier, widersprichst du der Aussage. Das Problem ist, dass während dieser gedankliche Prozess des Zustimmens oder Ablehnens in deinem Kopf abläuft, du dir damit freie Aufnahmefähigkeit für neue Gedankeninformationen versperrst. Informationen, mit denen du Neues lernen könntest. Eventuell wird damit sehr wichtigen neuen Informationen kein Zugang gewährt, da du mit „Bewerten“ beschäftigt bist. Die Kunst beim Zuhören oder Lesen besteht darin, währenddessen zunächst neutral zu bleiben.

Eine schöne Art des Lesens ist es, kurz innezuhalten, nachdem man einen Satz oder Absatz gelesen hat, der einen in irgendeiner Weise anspricht, der ein Gefühl oder eine innere Reaktion in einem hervorruft. Ganz egal, ob man dem Inhalt zustimmt oder widerspricht. Nimm dir einen Moment und reflektiere. Bei jedem neuen Kapitel habe ich Platz für deine eigenen Notizen vorgesehen, damit deine Gedanken nicht verloren gehen.

Bitte nimm meine Vorschläge nicht blind an. Egal, ob du zustimmst oder widersprichst. Ob sie für dich funktionieren oder nicht, kannst du nur selbst herausfinden. Solange du das nicht getan hast, wirst du nichts wissen. Du wirst es nur irgendwo mal gelesen oder gehört haben.

Alkoholfreies Bier?

Alkoholfreies Bier?

Versuche einem überzeugten Biertrinker ein alkoholfreies Bier anzubieten und er wird es Dir in den Abfluss gießen.

Versuche einem überzeugten Fleischesser ein Sojaschnitzel anzubieten und er wird es Dir um die Ohren hauen.

 

Hier meine Perspektive, um eventuelle Deine Denkstrukturen etwas zu lockern.

Weder das alkoholfreie Bier noch das Sojaschnitzel sehe ich als Bier oder Schnitzel an. Warum sollte ich?! Sie sind für mich einfach nur ein Getränk und ein „irgendwas“ zum Essen.

Es gibt Situationen im Leben, in denen jeder von uns auf alkoholfreie Getränke zurückgreifen muss. Wasser ist für die meisten da draußen oft die unattraktivste Alternative zu Bier. Und wie ihr mich mittlerweile LINK ZU COLA kennt, würde ich mir eher ins Knie schießen, als eine Cola oder so etwas ähnliches zu trinken.

Aber was nun?
Natürlich: Alkoholfreies Bier!

Das ist der perfekte Zeitpunkt dafür. Wenn ich ein alkoholfreies Bier bestelle, bestelle ich meinem Kopf bestelle ich kein Bier. Es würde niemals den Ansprüchen eines echten Bieres entsprechen. Nein, ich bestelle eine super Alternative zu Cola. Und diese Alternative schmeckt dann auch noch ganz OK nach Bier.

Löse Dich von dem Vergleich von alkoholfreiem Bier mit regulärem Bier. Das wird niemals klappen.

 

Stelle Dir doch mal vor, Du bist einer von denen, die alkoholfreies Bier absolut verhöhnen. Jetzt kommt aber Dein Sohn um die Ecke und will das Auto für den Samstagabend haben. Er verspricht Dir aber nur alkoholfreies Bier zu trinken.
Haust Du es ihm dann immer noch um die Ohren?

Tja, wie das jetzt ganz genau mit dem deutschen Reinheitsgebot ist, kann ich euch nicht sagen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass auch alkoholfreies Bier einer strengen Kontrolle der Zutaten unterliegt. Ha, ich denke gerade daran, was ein Bierbrauer wohl sagen würde, wenn er die Inhaltsstoffe aus einem Cola seinem Bierrezept zufügen müsste.

Für was auch immer Du Dich entscheidest… Prost!

 

Bild von 👀 Mabel Amber, who will one day auf Pixabay

Kalt Duschen

Kalt Duschen

Kaltwassertherapie erlebt gerade mal wieder einen positiven Aufschwung. Immer mehr sprechen über das „Eisbaden“ oder das „Kalt Duschen“.

Sebastian Kneipp hat bereits um das Jahr 1850 herum herausgefunden, dass Kaltwasseranwendungen, Wechselbäder und Wassertreten deine Gesundheit fördern und heilende Kräfte besitzen.
Und jetzt kommts! Selbst Marc Aurel hat in seinen Aufschrieben („Selbstbetrachtungen“) folgendes notiert. Und nur so zur Orientierung: Er wurde im Jahr 121 geboren!

„Wie man sagt: Asklepios verordnete diesem Menschen Reiten, kalte Bäder oder Barfußgehen.“ (Selbstbetrachtungen; Fünftes Buch; 8)
Somit wurden „Kalte Bäder“ als Therapie schon vor ca. 2000 Jahren empfohlen.

Wenn ihr anfangt darüber zu recherchieren, werdet ihr Informationen ohne Ende finden.

Hier sind meine wichtigsten Tipps zum „Kalt Duschen“:

  • Kaltes Wasser ist ein Schock für den Körper. Wenn Du an Deinem gesundheitlichen Zustand zweifelst, hole Dir erst den Rat eines Arztes.
  • Jeder sollte erst mit dem kalten Duschen anfangen und sich daran gewöhnen, bevor er in Eisbäder sitzt
  • Auch „Kalt Duschen“ muss langsam aufgebaut werden
    • Am besten erst die Beine kalt abspülen. Dann den Rücken und Po.
    • Vertraue Dich erst damit an, bevor Du Dich weiter den Oberkörper hinaufarbeitest
    • Fange mit ein paar Sekunden an und steigere Dich
  • Die richtige mentale Einstellung ist enorm wichtig.
    • Bevor Du unter die kalte Dusche springst, konzentrierst Du Dich auf eine ruhige und tiefe Atmung. Dein Ziel ist es die ganze Zeit ruhig und gelassen unter der Dusche zu stehen. Du kontrollierst Dich über eine ruhige Atmung.
  • Ein wichtiger Moment ist der, wenn Du unter der Dusche stehst und Deine Hand auf die Armatur legst, um das Wasser auf kalt zu stellen.
    • In diesem Moment gehen Dir sicherlich tausend Dinge durch den Kopf, warum Du es NICHT machen sollst.
    • Das ist der wichtigste Moment. Wenn Du es schaffst, jetzt auf KALT zu stellen, machst Du einen riesengroßen Schritt zu mehr Disziplin und Freiheit. Das Gefühl danach ist unbeschreiblich gut.

Wie gesagt, wenn Dich das Thema interessiert, wirst Du tausend Artikel und Berichte zu diesem Thema finden.
Ein Buch, dass ich Dir dazu empfehlen kann, ist ganz klar das von Wim Hof.

Stay cool!

Die Wim Hof Methode

Literaturliste

Literaturliste

Alles, was ich weiß, weiß ich auch nur von anderen.

Um ein eigenes Buch zu schreiben, muss man viel lesen, hören und schauen. Bücher und Podcasts sind meine Lieblingsquellen.

Für das Buch „Für Menschen mit körperlich anstrengender Arbeit“, sind sicherlich sehr viele Informationen aus anderen Büchern mit eingeflossen. Die Bücher, die mich jedoch direkt dafür inspiriert haben, liste ich hier unten für euch auf.

Ihr könnt auf ROBSTR.de eine Rubrik finden, die sich ROBSTR ON BOOKS nennt. Dort habe ich das ein oder andere Buch in einem kurzen Video zusammengefasst.

Auch findet ihr diese hier unten aufgelisteten und viele weitere Buchempfehlungen von mir, in meinem Empfehlungsshop auf ROBSTR.de

Jedes hier aufgelistete Buch/Produkt wird Dich direkt auf dessen Amazon-Seite verlinken, um mehr Informationen darüber zu erhalten und es gerne auch zu kaufen.

Yoga – Warum Nicht!

Yoga – Warum Nicht!

Im Buch (Erscheinung 2024) habe ich euch versprochen, einen kleinen Abstecher ins Yoga zu machen. Gerne würde ich euch meine Ansicht darstellen, damit ihr besser über die Teilnahme an einem Yogakurs entscheiden könnt. Auf geht´s.

Yoga wird leider von viel zu vielen als „Verbiegen in die unmöglichsten Positionen“ definiert. Das wirkt meiner Meinung nach eher abschreckend.

Das Yoga, welches sich stark in der westlichen Welt ausgebreitet hat und große Popularität genießt, ist sehr körperbetont und man kann es eher als „Workout“ betrachten. Ganz sicher will ich hier nicht die Yogawelt gegen mich aufziehen, da ich eigentlich großer Yogafan bin. Jedoch habe ich ein paar Vorsichtsmaßnahmen für meine Leser.

Zuallererst kommt es immer auf den Yogalehrer an! Dieser muss dir den Eindruck erwecken, dass er um dich und deinen individuellen Fitnesszustand bemüht ist.

Und da kommen wir auch schon zur Hauptvorsichtsmaßnahme. Wenn du in deiner Yogastunde Körperpositionen einnehmen musst, die für dich ganz klar in die Richtung Zirkusakrobatik gehen und nur mit fürchterlichen Schmerzen oder starken unangenehmen Gefühlen möglich sind, höre sofort auf! Ein guter Yogalehrer erkennt das und wird dir umgehend helfen und Alternativen anbieten. Wenn das aber nicht passiert, hör bitte sofort auf und suche dir einen neuen Yogalehrer.

Zum einen würdest du ein negatives Bild von Yoga erhalten, was sehr schade wäre, und zum anderen wirst du deinem Körper damit sicherlich nichts Gutes antun.

Ein Beispiel will ich euch nicht vorenthalten. Einer meiner Personaltraining-Sportler: Arzt, über 60 Jahre, fit, absolut positiv dem Thema Sport und Bewegung eingestellt, ging mit seiner Frau auf ein Yoga-Achtsamkeits-Wochenende.
Um es kurz zu machen, er kam mit Kniebeschwerden zurück, die über viele Monate anhielten. Warum? Er musste zur Meditation für 20 in einer Schneidersitzposition verharren. Ein guter Trainer hätte ihm aufgrund seiner Körperstatur und die Art, wie er im Schneidersitz sitzt, sofort eine andere Position angeboten. Nein, und nicht, weil er Arzt ist, hätte er es besser wissen sollen. Diese Verantwortung trägt in diesem Fall der Lehrer.

Was mit dieser Geschichte rüberkommen soll, ist, dass selbst eine Meditationsposition, die für dich ungewohnt und unangenehm ist, zu Problemen führen kann.
Ich persönlich habe aufgrund einer von mir falsch ausgeführten Yogastunde selbst schon sehr unangenehme Schmerzen in der Halswirbelsäule erlebt.

Fazit: Nimm  bitte keine Positionen ein, die für dich sehr ungewohnt sind und unangenehm vorkommen. Auch im Yoga gibt es immer Alternativen, um sich langsam an die eigentliche Endposition heranzuarbeiten.
Vor allem will ich damit die Männer unter euch ansprechen, denen Yoga sicherlich guttun würde, jedoch viel zu oft mit falschem Ehrgeiz gleich zu viel wollen. Ganz nach dem Motto: „Wenn die das neben mir kann, dann kann ich das auch. Ich zeige doch keine Schwäche.“

Mein zweites Argument, was jeder Yogaschüler und Yogalehrer, die ganzheitlich trainieren wollen, berücksichtigen muss!

Ich spreche von dem Verhältnis zwischen Oberkörperdruck- und Oberkörperzugbewegungen. Ohne zu tief einzutauchen, diese zwei Bewegungen sollten bei einem ganzheitlichen Training immer ausgeglichen sein.
Im Yoga wirst du ausschließlich Oberkörperdruckbewegungen finden aber keine Oberkörperzugbewegungen. Alle Muskelgruppen, die für Oberkörperdruckbewegungen zuständig sind, werden im Yoga oft und intensiv beansprucht und alle Muskelgruppen, die für Oberkörperzugbewegungen zuständig sind, werden im Yoga wenig und mit sehr geringer Intensität beansprucht.

Das Problem ist, dass man für Oberkörperzugbewegungen eigentlich immer ein Hilfsmittel benötigt. Zum Beispiel ein Widerstandsband, ein Schlingentrainer, Gewichte oder eine Kraftmaschine. Keines davon findet man in einer Yogastunde.
Das soll kein Argument gegen Yoga sein, dass soll nur jeden Lehrer und Schüler darauf aufmerksam machen, dass man außerhalb der Yogastunden auf ein Oberkörperzugtraining achten sollte.

Om Shanti my friends.

Beispiele

Es gibt viele Varianten von Oberkörperzug-Bewegungen. Du kannst diese Bewegungen wie folgt definieren:

Alle Bewegungen, bei denen Du die Arme gegen einen Widerstand zum Körper heranziehst oder Du die Arme verwendest,
um Deinen Körper an einem Gegenstand hochzuziehen.

Wie gesagt, um diese Oberkörperzug-Bewegungen mit genügend Intensität ausführen zu können, brauchst Du ein Hilfsmittel.

Das wohl einfachstes Hilfsmittel dazu ist ein Widerstandsband oder auch Theraband genannt. Ein weiteres superflexibel einsetzbares Trainingshilfsmittel, mit dem man wunderbar Oberkörperzugbewegungen ausführen kann, ist ein Schligentrainer oder auch TRX genannt.

Und selbstverständlich kannst Du für Oberkörperzugbewegungen auch Hanteln, Kettlebells und extra dafür hergestellte Kraftmaschinen im Fitnessstudio verwenden.

Bilder sagen mehr als Worte und deswegen werde ich euch in einem kurzen Video zeigen, wie Oberkörperzugbewegungen mit einem Widerstandsband und dem Schlingentrainer aussehen können.