Googles Super Server

Googles Super Server

Mich würde es total interessieren, ob es bei Google (oder auch bei den anderen ganz großen global playern) so etwas wie einen absoluten MasterMainHauptSuper-Server gibt. Ein Server, der wenn er mal kaputt geht oder abschmiert, nicht nur die Kacke am Dampfen ist, sondern alles aus und vorbei ist. Weg, nicht mehr da. Von der Erdkugel gelöscht. Tot!

Stellen wir uns mal vor, so einen Server gibt es.

Ich gehe fest davon aus, dass dieser Server nicht nur einen Servicetechniker hätte, sondern mehrere Servicefirmen, die sich nur um dessen „Gesundheit“ kümmern würde. Dieser Server wäre Tag und Nacht unter Kontrolle. 42… äh Entschuldigung 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche unter absoluter Überwachung.
Die Umgebung für den Server wäre so gewählt, dass ihn nichts in seiner Funktion stören könnte.
Sie würden täglich alles dafür tun, dass es dem Server gut geht. Er genauso be- und entlastet wird, dass er optimal funktioniert.
OK ok, wir sind uns einig. Das Ding wäre SUPERHEILIG!

 

Warum schreibe ich das?

Och, ich wollte nur mal so fragen, was Du heute für Deinen SuperServer tun wirst?

Wie wichtig ist für Dich der Google Super Server im Vergleich zu Deinem eigenen Körper? Deiner eigenen Gesundheit? Was ist, wenn Dein SuperServer abschmiert?
Wie gut ist die Arbeit von Deinem Servicetechnikerteam?

Wir Menschen behandeln sehr oft unser Auto besser als unseren eigenen Körper. Wir achten mehr auf die Gesundheit unserer Haustiere als auf unsere eigene Gesundheit.

 

Ich kenne so viele Servicemechaniker, die bei ihrer Firma nur aus dem Grund arbeiten, um ihre eigenen Maschinen oder natürlich auch die Maschinen, die sie in die ganze Welt verkaufen, zu warten und zu reparieren.

Was für eine sagenhafte Vorstellung wäre es, wenn der Arbeitgeber diese Servicemitarbeiter genauso jeden Tag warten würde?!?! Ihre Hardware in Form von körperlicher (Ausgleichs-) Bewegung und ihre Software in Form von mentalem Training. Stell Dir mal diese Mitarbeiter vor!

Und jetzt stell Dir mal vor, diese „Servicemitarbeiterwartungsarbeiten“ wären nicht mal freiwillig! Nein, sie wären sogar Pflichtprogramm in der Firma. Genauso wie der Wartungsvertrag für eine Maschine. Da sprechen wir ja auch nicht von freiwillig hin und wieder vorbeischauen, ob sie funktioniert.

Ich weiß, ich weiß… aber man muss ja noch Visionen haben dürfen… 

 

 

 

 

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Kopfschuss

Kopfschuss

Gedanken können als stärkste Waffe angesehen werden, die wir Menschen besitzen. Wir können mit ihnen rational abschätzen, nachforschen, abwägen, einteilen und vieles mehr.

Viel zu oft halten wir aber diese Waffe an unseren eigenen Kopf!

 

Folgendes Beispiel:

Du stehst gerade in einem ätzenden Stau auf der Autobahn. Die letzten 20 Minuten ging gar nix mehr. Die Klimaanlage in Deiner alten Karre hat schon vor Jahren den Geist aufgegeben und leider hast Du auch nichts zu trinken oder essen dabei. Die Außentemperatur beträgt saubere 28° C. Fuck!

Auf einmal fährt rechts von Dir, auf dem Seitenstreifen, so ein fetter AMG Daimler vorbei. So ne richtig krassteure Karre mit Sonderlackierung, dicken Felgen und vor allem, mit so einem schnieken Anzugtyp drinsitzend, der gerade auch noch telefoniert.

Meine Frage an Dich:

In welche Richtung setzt Du jetzt Deine Waffe an?

Die allermeisten setzen zum eigenen Kopfschuss an. Sie nutzen ihre wichtigste Waffe gegen sich.

 

Bei den allermeisten wird nämlich jetzt folgendes Kopfkino abgehen.

A)

Was soll den der Scheiß. Auf dem Standstreifen zu überholen ist verboten. Aber ist ja klar, der Typ mit seiner Karre darf sich ja alles erlauben. Was für ein Arschloch. Und so weiter…

 

Bei den wenigsten werden sich folgende Gedanken abspielen:

B)

Das könnte ein Sondereinsatzfahrzeug sein, dass schnell zur Unfallstelle muss. Der Beifahrer in dem Auto braucht dringende medizinische Hilfe. Das ist ein Angehöriger, der zur Unfallstelle will. Er muss so dringend auf die Toilette, dass im alles egal ist wie er zur nächsten Raststätte kommt.

 

Wie setzt Du Deine Waffe ein?

 

Schießt Du sie Dir mit Beispiel A) selbst in den Kopf oder hältst Du sie mit Beispiel B) in Richtung Deines Angreifers?

Du hast keine Kontrolle darüber, wer Dich täglich angreift, Du hast aber immer die Kontrolle darüber, in welche Richtung Du Deine Waffe hältst.

Aim well!

 

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SWR1 Gesundheitsexperte

SWR1 Gesundheitsexperte

Robin als Gesundheitsexperte bei SWR1 in der Sendung „Bloß kein Stress“ am Samstag, den 16.10.2021.

Es war mir wieder eine große Ehre im Rundfunk ein paar Tipps und Tricks für mehr Gesundheit im Alltag abgeben zu dürfen. Auch habe ich gemeinsam mit Patrick Neelmeier ein paar Übungen durchgeführt, die wirklich jeder zu Hause nachmachen kann.

Viel Spaß.

 

 

Einfach nur auf das Bild hier klicken und ab geht es zur Sendung.

Das meiste spricht Robin ab der ca. 10 Min. Während der Sendung wird sich dann noch dreimal bewegt und Übungen gemacht.

+++ Sorry, die Aufzeichnung der Sendung wurde nur für 2 Wochen bereitgestellt +++ 

Alles ist da

Alles ist da

Um diesen Artikel besser zu verstehen, lohnt es sich kurz diesen Beitrag durchzulesen. Es dauert nur eine Minute:

Neues kann man nicht finden!

 

Alles ist schon da

Da Du Neues also durch – Suchen – überhaupt gar nicht finden kannst, wie kannst Du dann neue Erfahrungen machen?

Und selbst wenn Du neue Erfahrungen machst oder neue Einsichten und Erkenntnisse bekommst (wie zum Beispiel durch meine Blogbeiträge), können sie Deine fest eingefahrenen Ansichten umstellen? Können sie diesen fest verankerten Geist in Dir, mit seinen eigenen Schlussfolgerungen, mit seinen eigenen Urteilen, mit seiner problembeladenen Vergangenheit aufwecken? Wachrütteln? Neu ausrichten?

Oder lösen diese neuen Erkenntnisse in ihm eher noch mehr Konflikte aus?

Denn diese neuen Erkenntnisse stehen sich ja jetzt wie in einem Kampf gegenüber. David gegen Goliath.

Der große und starke Goliath gegen den kleinen und schwachen David.
Der mächtig und festeingefahrene Geist, gegen die neue, noch schwache Erkenntnis.

Daraus könnte man schließen, dass ich nur frei sein kann, wenn ich alles Alte ablege. Beziehungsweise kann ich nur eine neue Erfahrung machen und neue Erkenntnisse gewinnen, wenn ich bereit bin, Altes abzulegen. Mein Bewertungssystem, meine eingefahrenen Ansichten, mein eigenes Rechtssystem, mein Zorn, mein Hass, meine Eifersucht und so weiter. Einfach Alles. Solange Dein Geist nicht von alle dem frei ist, wird er immer von genau diesen bestimmt werden.

Und daraus könnte man wieder schließen, dass alles Neue schon da ist. Nur kannst Du es als „Gefangener“, als Mensch mit eingefahrenem Geist, nicht sehen. Wärst Du frei davon, würdest Du es sehen. Es ist schon da. Nur unsichtbar für Dich.

 

Suche nicht, beobachte.

Um neue Erkenntnisse zu gewinnen, neue Erfahrungen zu machen, brauchst Du nicht suchen. Es ist schon da.
Such nicht, sondern fange einfach an zu beobachten. Deine Umwelt, Deine Beziehungen, Deine Gedanken und Deine Gefühle. Alles was Außen um Dich herum passiert und alles was in Dir dabei vorgeht. Fange an, das alles zu beobachten.
Beobachte ohne Vorurteile, ohne Deine eigenen Ansichten, ohne Deine eigenen Probleme. Beobachte mit freiem Geist als freier Mensch.
Versuche das zu beobachten was ist. Sobald Du aber versuchst, dass was ist, mit Deinen festgefahrenen Ansichten zu verbinden, ist es nicht mehr das, was es ist. Dann ist es verzerrt. Verzerrt durch Deine Brille.

Auch wenn ich das folgende Zitat sehr oft verwende, es passt schon wieder wie die Faust aufs Auge:

„Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen die Dinge wie wir sind.“
– Anais Nin –

 

Nehmen wir zum Beispiel diesen Text hier. Jedes Wort ist nur ein Hilfsmittel um zu kommunizieren. Was aber ein Wort für Dich bedeutet, was für Dich hinter dem Wort hinterlegt ist, kann zum großen Teil anders sein als für mich.

Nehmen wir zum Beispiel das Wort „Buch“. Wir benutzen es, damit Person A weiß, was Person B meint. Doch für Person A ist ein Buch zum Beispiel nur eine Klebeverbindung von Blättern. Für Person B jedoch, ist es ein Eintauchen in andere Welten, der Zugang zum Wissen der Welt, wunderschöne Gegenstände mit eigenem Geruch. Wenn man darin blättert, löst es viele positiven Emotionen aus. Der Anblick eines Bücherregals kann einen in Ehrfurcht versetzen. Und so weiter.
Sprechen Person A und Person B also vom gleichen? Was ist die Wahrheit?

 

Der Teufel und die Wahrheit

Da diese zwei Blogbeiträge sehr von Jiddu Krishnamurti inspiriert wurden, will ich hier zum Abschluss noch eine kurze Geschichte erzählen, die J. K. auf vielen seiner Vorträge und vor allem in seiner berühmten Rede zur Auflösung des „Ordens des Sterns im Osten“ (August 1929) von sich gab.

„Der Teufel und sein Freund, gehen eines Tages die Strasse entlang. Sie sehen vor sich einen Mann, der sich bückt und etwas vom Boden aufhebt, es betrachtet und dann in seine Tasche steckt. Der Freund fragt den Teufel: »Was hat der Mann da aufgehoben?« »Er hat ein Stück von der Wahrheit aufgehoben«, sagt der Teufel. »Das ist aber ein sehr schlechtes Geschäft für dich«, sagt sein Freund. »Oh, durchaus nicht«, antwortet der Teufel, »ich werde ihm vorschlagen, sie zu organisieren.“

 

 

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RUHE!

RUHE!

Die Schlafforschung sagt, dass vor allem der leichte Schlaf, also die Schlafphase in der man träumt (REM Phase), extrem wichtig für die Verarbeitung der Informationen ist, die man über den Tag aufgenommen hat.
In dieser Phase werden diese Informationen im Kopf verarbeitet. Sie werden mit vorhandenen Daten verglichen und verknüpft, neue Erkenntnisse werden erstellt und als neue Daten abgespeichert.

Wer mehr zum Thema „Schlaf“ wissen will, darf gerne in meinem Blog etwas stöbern. (www.ROBSTR.de/blog Filter: „Erholung“)

 

Nun haben wir aber ein großes Problem heutzutage. Und zwar das, was die Menge, die unglaubliche Menge an Informationen betrifft, die täglich auf uns hereinprasseln. Ein schöner Spruch, den ich auf einem René Borbonus Vortrag gehört habe, ist folgender:
Die Menge an Informationen, die wir heute pro Tag aufnehmen ist ungefähr so groß, wie die Menge an Informationen, die unsere Großeltern in einer ganzen Woche aufgenommen haben.

Ob das jetzt genau so stimmt oder nicht, ist egal. Es macht aber total Sinn.
Wir werden heutzutage mit Informationen nur so bombardiert. Aus allen Kanonen wird geschossen. Waren es früher vielleicht das Radio, die Zeitung, drei Fernsehsender und der Stammtisch, sind es heute tausende von Radio- und Fernsehsender, Streamingplattformen, Zeitschriften und vor allem social Media Plattformen die uns 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche mit Informationen bombardieren. Wir wissen wann in China ein Sack Reis umfällt und müssen darüber informiert sein.

Oder es mit den Worten von Klaus Meine auszudrücken:

„Satellites transmit the latest thrill. We can´t escape the media overkill.“

Sie haben es geschafft, dass wir alle süchtig nach Informationen geworden sind.
Ja genau. Süchtig!

Selbst auf dem Klo können wir es nicht lassen das Handy zu checken.
Wir können nicht nur einfach an der U-Bahn stehen und warten. Das geht schon gar nicht mehr. Wir müssen uns sofort mit Informationen über unser Handy versorgen. Wir können eigentlich gar nirgendwo auf etwas warten ohne aufs Handy zu schauen. Krass!

Zum Glück hat die Evolution den Schlaf so eingerichtet, dass sie diese Informationen aber ja verarbeitet. Aber konnte die Evolution je ahnen, dass wir mal mit so einer unglaublichen Menge an Informationen pro Tag konfrontiert werden? Habt ihr nicht auch manchmal das Gefühl zu viel Gedanken zu haben, zu viel Durcheinander da oben im Kopf, dass einen nicht mehr zur Ruhe kommen lassen will?
Ich bin fest davon überzeugt, dass der Schlaf ganz gewaltige Hilfe benötigt, um nicht so überwältigt zu sein.

Was bedeutet das?

Tja, RUHE!

Und zwar Informationsruhe!

In Deinem Kopf weht ein ständiger Informationssturm, der alles aufwirbelt und durcheinanderbringt. Aber erst wenn der Sturm zu Ruhe kommt, wirst Du wieder klar sehen können.

Am besten versucht Du das nächste Mal Dein Handy eben nicht mit auf Klo zu nehmen. Einfach nur aufs Klo gehen. 1.0, nicht 2.0.

Ich weiß es wird schwer, aber wenn Du klar sehen willst, klare Gedanken haben willst, Ruhe vom Gedankenwirrwarr im Kopf, dann hilft nur eins…

 

Du musst nicht wissen, wann und wo in China ein Sack Reis umfällt. Auch wenn andere sich mit Dir darüber unterhalten wollen und es für wichtig finden. Es sind schon tausende von Jahren in China Reissäcke umgefallen und keine Sau hat sich hier darüber den Kopf zerbrochen.

 

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Die dunkle Seite der Macht

Die dunkle Seite der Macht

[Erstveröffentlichung: Mai 2020]

In einem vorhergehenden Vlog habe ich von einer Indianerweisheit mit zwei Wölfen erzählt.

Ihr findet ihn hier:

Verhaltenskreislauf (Vlog)

 

Im Endeffekt geht es darum, dass wir alle innerlich einen ständigen Kampf zwischen „Gut und Böse“ kämpfen, zwischen Luke Skywalker und Darth Vader, der hellen und der dunklen Seite der Macht (über uns).

Wir alle (oder jedenfalls hoffentlich die allermeisten) wollen, dass die helle Seite am Ende gewinnt. Jedoch müssen wir alle auch zugeben, dass die dunkle Seite eine enorm starke Anziehungskraft hat. Wie hart der Kampf ist, ständig dagegen anzustehen und nicht nachzugeben, sehen wir nicht nur in der Star Wars Saga, das ist die Geschichte der Menschheit und spiegelt sich natürlich in vielen Romanen, Erzählungen und Geschichten wider.

 

Glaubst Du wirklich, dass die helle Seite der Macht die stärkere Seite ist?
Oh, was ein Narr Du bist! (Könnte von Yoda sein)

 

„We (humankind) are the origin of all coming evil.“
– Carl Jung –

 

Eine Welt, in der die helle Seite der Macht die stärkere Seite ist, ist für mich unvorstellbar.

Wir würde diese Welt nur aussehen?

Nirgendwo würde es Not, Hunger, Elend oder Leid geben. Wir würden mit den Pflanzen und Tieren in Harmonie umgehen. Wir würden den Planet Erde pflegen und aufblühen lassen. Wir würden lokal bis global miteinander arbeiten. Wir hätten Respekt voreinander und vor allen anderen Lebewesen. Wir würden uns um das Glück anderer kümmern. Uns würde nur die Person interessieren, nicht ihr Status.

 

Irgendwie hätten wir doch alle gerne so eine Welt.

Aber entspricht diese Vorstellung der Welt, in der wir aktuell leben?

Nein, tut sie nicht! Also muss ja die dunkle Seite auch die stärkere Seite sein! Sonst wäre die Welt ja wie oben beschrieben.

 

Wer ist für unsere Welt zuständig?

Oder welche Spezies auf diesem Planeten beeinflusst am meisten das Leben auf diesem Planeten?

Die Menschen!

Daraus kann man schließen, dass in jedem einzelnen Menschen die dunkle Seite sehr stark sein muss.

Was meinst Du?

 

 

Die Omnipräsenz der dunklen Seite der Macht

Die dunkle Seite ist täglich im ständigen Gespräch mit Dir. Sie fordert von Dir Dinge, von denen Du genau weißt, dass sie Dich nicht unbedingt weiterbringen oder guttun, trotzdem schaffst Du es nicht, dieser Stimme zu widerstehen.

 

Dein innerer Darth Vader sagt zum Beispiel:

  • Ich habe Recht. Das was der andere sagt ist falsch.
  • Ich muss ihn überzeugen.
  • Ich muss mein Recht verteidigen.
  • Ich bin der bessere, klügere und überlegen.
  • Dann schaue ich halt noch eine Folge dieser Serie.
  • Ab morgen fange ich an mich gut zu ernähren und Sport zu treiben. Heute hole ich mir noch ein letztes Mal was von McDonalds und Co.
  • Wenn alle anderen ihren Müll auf die Strasse werfen, darf ich das doch auch das eine Mal.
  • Ich geh mal ganz kurz auf Instagram bevor ich mich wieder meiner Aufgabe widme.
  • Heute Abend gönne ich mir erstmal…, ich habe es mir ja verdient …Bier, Schokolade, Eis, Drogen, etc.
  • Ne, auf die Dame warte ich jetzt nicht um ihr die Türe aufzuhalten, den Korb zu tragen. Keine Zeit.
  • Ich kann gerade meinen Kindern keine Aufmerksamkeit schenken. Ich habe zu tun.
  • Nächstes Wochenende gehe ich meine Eltern besuchen. Dieses Wochenende habe ich keine Zeit.
  • Kurz noch ne Kippe und dann geht’s weiter.
  • Diesen Text kann ich nicht veröffentlichen, was sollen die anderen nur denken.

 

Die dunkle Seite der Macht bedient sich stark unserer Emotionen die wir gerade fühlen. Sie hält diese Emotionen nicht auf, lässt ihnen ihren freien Lauf, wie ein Tier.

Jedoch ist die dunkle Seite nicht immer stärker. Zum Glück. Denn was würde passieren, wenn Du jedem „dunklen Gedanken“ freien Lauf lassen würdest.

 

Gedanken wie:

  • Jemanden von der Brücke schubsen
  • Vom Balkon aus dem 10ten Stock zu springen
  • Jemanden verprügeln
  • Einen bösen Streich zu spielen
  • Selbstmord
  • Vandalismus
  • …

 

“This longing to commit a madness stays with us throughout our lives. Who has not, when standing with someone by an abyss or high up on a tower, had a sudden impulse to push the other over? And how is it that we hurt those we love although we know that remorse will follow? Our whole being is nothing but a fight against the dark forces within ourselves. To live is to war with trolls in heart and soul. To write is to sit in judgment on oneself.“
– Henrik Ibsen –

 

Die Mehrheit kann jedoch vielen dunklen Gedanken standhalten. Könnte es jeder, würde es keine Situationen wie oben beschrieben geben. Es würde dann also keine Starftaten geben.

 

Unterdrückung der dunklen Seite

Alle haben wir eine dunkle Seite, aber wir unterdrücken sie. Das bedeutet, dass wir nach außen die gute Person spielen. Die Person, die sich der Gesellschaft, seinem sozialen Umfeld und der allgemeinen Normen anpassen kann. Doch innerlich kämpft Darth Vader um die Herrschaft.
Ist eine Situation im Alltag dann mal so intensiv, dass die Kraft zur Unterdrückung nicht mehr ausreicht, können Schlimme Dinge passieren.

Es geht in meinen Augen nicht nur darum, die dunkle Seite in Dir zu unterdrücken. Dir muss vor allem bewusst sein, dass sie in jedem von uns vorhanden ist.
Ich will, wie bei der Indianerweisheit den Wolf, meine helle Seite der Macht trainieren, pflegen und füttern. Stark halten, vorbereitet sein für Gedanken und Angriffe von der dunklen Seite.

 

Anmerkung:
Prävention ist wie immer Dein Ass im Ärmel! Du musst jetzt schon mit jedem
Funken Energie darum kämpfen,auch in Zukunft nicht der dunklen Seite zu verfallen.

Denn wenn Du einmal der dunklen Seite verfallen bist, ist es ein langer, harter und meist
unmöglicher Weg, dort wieder herauszutreten. Auch wenn es Dir gelingt,
wird sie immer ein Teil von Dir sein.

Wie ein Bild von Dir im Internet. Du kannst alles versuchen es zu löschen,
die Chance, dass es nicht zu 100% gelöscht ist und es bei irgendeiner Gelegenheit
wieder auftaucht, ist riesengroß. Es wird immer ein Teil des Internets bleiben. Immer!

Genauso wie eine Situation – die selten dann eintrifft, wenn man sie erwarten könnte –
so starke Reize in Dir auslösen kann, dass Du dann gar nicht anderes kannst,
als der dunklen Seite, die nicht zu 100% gelöscht werden konnte,
wieder ihren freien Lauf zu lassen.
Wie ein Tier.

 

Nimm Dir ein Beispiel an Darth Vader. Er hat sehr lange sehr viel Unheil vollbracht bevor er zurück zur hellen Seite wechselte.

Mich hätte sehr interessiert, wie Herr Vader sich entwickelt hätte, wäre er nicht kurz nach seinem „Ich-bin-zurück-auf-der-hellen-Seite-Outing“ gestorben.

Wenn Du also doch standhalten kannst, sei stolz auf Dich, dann steckt da nämlich ein kleiner Funke Jedi Ritter in Dir.

 

Das Geheimnis der Jedi Ritter

Emotionen genau in dem Moment zu hinterfragen, indem wir sie spüren, ist ein Geheimnis der Jedi Ritter. Vor allem die Emotion nicht nur zu hinterfragen, sondern sich genau in dem Moment für eine andere Handlung zu entscheiden, als zu der Reaktion, zu der uns diese Emotion stark verleitet und sie dann auch auszuführen.

Eine der größten Stärken eines Jedi Ritters ist vor allem die, dass sie sich genau in solch emotional erregten Situationen selbst wahrnehmen. Es ist ihnen in so einer Situation voll und ganz bewußt, dass sie gerade in einem Zustand sind, in dem sie all ihre Stärke aufbiringen müssen, sich nicht von der emotionalen Reaktion verleiten zu lassen.

Wie stark die Seiten jeweils ausgeprägt sind, hat mit den Erfahrungen zu tun, die die Person in seinem Leben gemacht hat. Vor allem in der Kindheit und Jugend.

Oder um wieder auf die Indianerweisheit zu kommen: Welchen Wolf fütterst Du?

Sobald man verstanden hat, dass jeder von uns eine dunkle Seite hat, kann man andere Menschen wesentlich besser verstehen.
Auch hier ist der erste Schritt die eigene Wahrnehmung. Darauf basieren dann alle weiteren Schritte und Handlungen.

 

Nochmal zurück zum Zitat von Carl Jung:

„We are the origin of all coming evil.“

 

Ich würde es gerne um folgendes erweitern: „…and of all coming good.“

Man könnte diesen Artikel wunderbar abschließen mit „Möge die Macht mit Dir sein“. Mach ich aber nicht. Ich schließe ab mit:

„Du hast die Macht.“

 

Artikelbild von https://pixabay.com/de/users/toxi85-579890/