von Robin | 06.11.2014 | Bewegung
Eine sehr schöne Email habe ich vor kurzem von einer neuen SportCodex-Sportlerin bekommen, die gerade einmal zwei oder drei Trainings bei uns hinter sich gebracht hatte. Wie es der Teufel will, hat sie sich im Treppenhaus den Fuß umgeknickt und musste jetzt erstmal eine leichte Bänderdehnung auskurieren.
Hier könnt ihr ihre Email lesen:
Hallo Robin,
ich hatte eine krasse Erkenntnis:
In meinem alten Sportstudio brauchte ich meinen Fuß gar nicht!
Also er wurde zumindest nicht besonders beansprucht.
Wenn ich mir das so recht überlege:
- beim Aufwärmen auf dem Fahrrad nicht
- eingeklemmt in die Geräte nicht
- und sogar im Bauch-Beine-Po-Kurs macht man fast alles im Liegen auf der Matte
- der Rückenkurs ist eh langsam und geschmeidig. Das ist auch ok so.
Und wenn ich dann daran denke, wie ich bei euch rumgehopst bin….da wird mein Fuß schier gar bei jeder Übung beansprucht…..
Mir ist das mal so richtig klar geworden, was bei Euch alles anders ist.
Ich mag jetzt schon gar nicht mehr in mein altes Studio.
Ich freu mich darauf wieder zu Euch zu kommen.
Torsten hatte halt doch Recht, dass mir das bei euch gefällt:-)
Gruß ….
Wir sind geboren uns zu Bewegen. Alle Strukturen im Körper leben von Be- und Entlastung. Schon im ersten Semester Sportschule haben wir gelernt, dass sich der Knochen an die Belastung anpasst. D.h. wenn ich ihn zu sehr schone, wird er wesentlich schneller anfälliger für Verletzungen.
Im SportCodex TrainingsCenter sind feste Schuhe fast schon verboten… nicht ganz. Aber der Fuß ist unser Fundament. Dieses Fundament soll stabil und stark sein.
Lese hier: Warum ich Zehenschuhe trage!
http://sportcodexblog.wordpress.com/page/2/
http://sportcodexblog.wordpress.com/page/3/
Euer ROBIN
von Robin | 17.08.2014 | Bewegung
Burpees! Wer noch nicht davon gehört hat, kann es googeln und erhält sofort tausende von Seiten, Erklärungen und Videos.
Ursprünglich wurden die Burpees (oder der Burpee?) als Fitnesstest entwickelt. Wenn mich nicht alles täuscht, musste man vier (4!!!) Stück so schnell wie möglich absolvieren. Da bin ich mir nicht sicher, aber ihr könnt das ja gerne selbst rausfinden.
Ich komme darauf zu schreiben, da ich erstens gestern Abend ein Gespräch aufgeschnappt habe, wo sich ein paar junge Leute (alle sahen nicht gerade superfit aus) darüber unterhalten haben, wie viele sie davon machen und wie es auszusehen hat. Und zweitens, da es wirklich in letzter Zeit immer populärer wird.
Crossfit, Feeletics und Co. machen es ja auch schließlich vor.
Der Burpee ist nichts anderes als zwei sehr wichtige Übungen ineinander vereint.
- Liegestütz
- Gesprungene Kniebeuge (Strecksprung)
Beide Übungen finde ich sehr wichtig und ihr findet sie in vielen unserer Trainingsprogrammen!
Ich kann aber nur deutlich davor warnen, beide Übungen hintereinander als „Burpee“ und dann noch in hoher Stückzahl auszuführen!
Um es kurz zu machen. Die Technik und Ausführungsqualität der einzelnen Übung geht verloren. Vor allem im Übergang von der einen in die andere Übung. Das sieht fast immer grauenhaft aus und mir tut der ganze Körper nur vom Zuschauen weh!
Wer unbedingt Burpees machen will, sollte doch beide Übungen voneinander trennen und sich auf jede einzelne Übung genau konzentrieren.
Euer
ROBIN
von Robin | 14.08.2014 | Bewegung
Yoga ist Hip! Yoga hat seine Zielgruppe gefunden und ich freue mich über jede „Sportart“, die es schafft, so viele Leute zum Sport zu treiben. Grundsätzlich ist es mir erstmal egal was die Leute an Sport und Bewegung machen, Hauptsache sie machen etwas.
Es gibt so viele gute Yoga-Lehrer und auch SportCodex bietet Yoga im Rahmen von „Sport im Park“ an. Doch wie in allen „Extrem-Sportarten“, benötigt vor allem Yoga (ich vergleiche das so ein bisschen mit Crossfit) diese extrem guten Lehrer/Trainer, damit den Teilnehmern nichts passiert.
Was ich an Yoga gar nicht gut finde, lest ihr gleich hier.
SportCodex baut viele Elemente aus dem Yoga in sein TrainingsSystem ein. Wie alle anderen guten TrainingsSysteme es auch tun. Man kommt um manche „Dehn- und Stützpositionen“ gar nicht herum, die es schon Jahrhunderte lang im Yoga gibt.
Das größte Problem jedoch ist oft, der „falsche Ehrgeiz“ der Teilnehmer, die eine Yogastunde besuchen. Auch für uns im SportCodex TrainingsCenter ist es einer der schwierigsten aber auch wichtigsten Aufgaben, übermotivierte Sportler im Training zu bremsen.
Diese übermotivierten, oder mit falschem Ehrgeiz ausgeprägten Teilnehmer (ich zähle mich da auch dazu) nehmen Positionen ein (im Yoga nennt man diese Asanas), die sie erstmal lieber nicht einnehmen sollten.
Beispiel:
Die Halswirbelsäule ist IMMER mit ABSOLUTER VORSICHT zu betrachten, sie ist mit der sensibelste Teil der Wirbelsäule. Wenn ich diese nicht super vorbereite (in allen Varianten) und dann in einen „Pflug“ oder in eine „Kerze“ (Position / Asana im Yoga) gehe oder intensiv Kopfstände übe (ja, ich weiß wer sich angesprochen fühlt :-)) muss ich mit Problemen in diesem Bereich rechnen!
Es ist kaum zu glauben, wie vorsichtig wir mit unseren Sportlern umgehen, mit bestem Wissen und Gewissen alle Bewegungen und Intensitäten vermeiden, die dem Sportler schaden könnten und dann gehen sie am gleichen Tag noch Tennis/Fußball spielen oder in eine Yogastunde. Bumm!
Kurz, es ist eigentlich gar nicht das Yoga an sich, dass ich dabei schlecht finde, es ist eher der Teilnehmer, der es nicht lassen kann Positionen einzunehmen, die er nicht einnehmen sollte.
Klar, jetzt könnte ich sofort den Yogalehrer dafür verantwortlich machen. Tu ich auch zu einem gewissen Grad. Doch ich weiß selbst wie schwer es ist, vor allem in großen Klassen, so individuell auf den einzelnen einzugehen.
Whatever you do. Keep moving, have fun and stay fit.
Ohm Shanti my friends 🙂
ROBIN
P.S. ich habe mir sogar fest vorgenommen, einen Acroyoga-Workshop zu besuchen. Da freu ich mich schon richtig drauf.
von Robin | 04.08.2013 | Bewegung
Komischerweise werde ich in den letzten Tagen recht oft auf meine Zehenschuhe angesprochen. Obwohl ich sie schon seit über
2 Jahren trage. Zu diesem Thema habe ich auch schon einen Artikel geschrieben, den ihr hier lesen könnt.
Die Dinger tragen sich einfach klasse. Ich würde am liebsten keine anderen Schuhe mehr tragen. Jeder Tag fühlt sich an wie Urlaub. Wer läuft nicht gerne im Urlaub Barfuß über den Strand? Ich mache das sozusagen jeden Tag!
Keiner von euch würde auf die Idee kommen, jeden Morgen seine Finger mit Tapeverband einzutapen, damit sich die Finger nicht bewegen können. Mit den Füßen machen wir das aber seit wir Schuhe tragen.
Ein Fuß sollte sich bewegen können wie ein Hand. Ich brauche ständig Feedback vom Fuß und zum Fuß um meine Körperhaltung und Stabilität aufrecht zu erhalten.
Und da wir in unserer Gesellschaft Schuhe tragen müssen (um nicht blöd angeschaut zu werden), trage ich doch gleich solche, die mir gut tun. Sie tun mir gut und ich fühl mich gut. Was will man mehr?!
Ich kann jedem empfehlen die Dinger mal auszuprobieren.
Weg mit den Schuhen, Freiheit für die Füße!
ROBIN
(Auf dem Bild seht ihr meine zwei Lieblingspaare. Der KMD Sport und der KMD Sport LS.)
P.S. im SportCodex TrainingsCenter wird eigentlich fast nur Barfuß, Strümpfig oder mit Zehenschuhen trainiert. It´s part of the system!
von Robin | 26.07.2013 | Bewegung
Zuerst ganz klar! Es gibt nie ein Absolut! Vor allem in der Sportwissenschaft (die so jung ist) kann man nie schwarz oder weiß sagen. Mir fallen zwar mittlerweile noch mehr Gründe ein auf den Crunch zu verzichten, jedoch wird morgen niemand tot umfallen, wenn er heute ein paar Crunches macht…
Da es im Moment anscheinend ein aktuelles Thema ist, will ich euch hier auf meinen kurzen Artikeln verweisen, den ich bestimmt schon vor 2 Jahren geschrieben habe und letztes Jahr auf unserer Homepopage veröffentlichte.
Viel Spaß beim Lesen.
ROBIN
4 gute Gründe auf den „Crunch“ zu verzichten
„Crunches“! Eine der beliebtesten Bauchmuskelübungen seit Jahrzehnten. Jeder der Sport treibt, hat schon mal einen „Crunch“ ausgeführt. Du liegst in Rückenlage auf dem Boden, hast die Beine aufgestellt und rollst Dich mit dem Kopf und leicht mit dem Oberkörper nach oben auf.
Und wenn man das lange genug macht, kann man auch wunderbar seine Bauchmuskulatur spüren, was einen denken lässt, dass man ein effektives und tolles Bauchmuskeltraining macht.
Falsch gedacht!
1. Wenn Du schon mal mit SportCodex trainiert hast, hast Du uns auch ganz bestimmt während dem Training sagen hören „Oberkörper Aufrecht, Lang und Gerade“! Das ist die Position, in der wir Deinen Oberkörper haben wollen! Jetzt stell Dir einen Crunch vor. Wie würdest Du aussehen, wenn Du einen Crunch im Stehen ausführen würdest?
Genau: Zusammengerollt, der obere Rücken (Brustwirbelsäule) ist rund und buckelig und Dein Kinn ziehst Du Richtung Brustbein.
Viele von uns üben eine Arbeit aus, bei der sie viele Stunden am Tag sitzen. Deren Oberkörper (Schultern und Brustwirbelsäule) ist also sowieso schon den ganzen Tag in einer „eingerollten“ Position.
Was wären wir für schlechte Trainer, wenn wir nach Deinem Arbeitstag Dein Training so gestalten, dass wir Dich auch noch in diese Position hinein trainieren?!
2. Viele Rückenbeschwerden kommen von der Beugebewegung im Oberkörper. Die meisten Bandscheibenvorfälle werden durch eine Beugebewegung ausgelöst. Dreimal darfst Du raten, was für eine Bewegung der Crunch ist…
Richtig: Eine Beugebewegung!
3. Die Bauchmuskeln (und die gesamte Rumpfmuskulatur) sind primär dazu da, Deine Wirbelsäule zu jeder Millisekunde vor dem Kollabieren zu schützen. Das heißt, sie müssen die Wirbelsäule gegen jede Art von Bewegung und bei jeder Art von Bewegungen der Arme und Beine stabilisieren. Die Bauchmuskulatur ist sozusagen dazu da, „Anti-Bewegungen“ ausführen. Sie sind in gar keinem Fall in erster Linie dazu da, ständige Beugebewegungen durchzuführen! Das ist der wichtigste Punkt zur Berücksichtigung in einem korrekten Core-Training!
Ganz ehrlich, wenn ich Trainingsprogramme sehe, die sich Core-Training nennen und sehe, wie dort hauptsächlich Crunches in allen möglichen Variationen ausgeführt werden, kann ich innerlich nur mit dem Kopf schütteln. Hallo, wir leben im Jahre 2011!
(Mist, die gleiche Meinung habe ich auch z.B. zum Training an der Beinpresse aber da wird es bestimmt noch viel länger dauern, ein Umdenken zu erreichen.)
Ganz zu schweigen, dass in solchen Programmen die Balance zwischen vorderer und hinterer Rumpfmuskulatur komplett vernachlässigt wird. Es wird fast nur ausschließlich die Vorderseite trainiert. Das muss zu den absoluten Grundkenntnissen eines Trainers gehören.
4. Dieser Punkt ist ein bisschen fachspezifischer, ich will ihn jedoch trotzdem aufführen. Die Rumpfmuskulatur stabilisiert die Wirbelsäule fast ausschließlich durch exzentrische Arbeit. Ein Crunch ist eine konzentrisch ausgeführte Übung! Ich bringe meinem Muskel bei einem Crunch also auch noch falsche Bewegungsprogramme bei.
Aber keine Panik
Du wirst nicht gleich tot umfallen, wenn Du einen Crunch ausführst. In manchen Fällen kann eine modifiziert Version des Crunches sogar helfen. Meiner Meinung nach gibt es im Sport kein „absolut falsch“ und absolut richtig“. Wenn der aktuelle Stand der Sportwissenschaft also der ist, dass Crunches nicht unbedingt das „non plus Ultra“ des Bauchmuskeltrainings sind, sollten wir sie dennoch nicht gleich komplett ins Jenseits befördern.
Wir wollen Dich nur zum Weiterdenken animieren und zeigen, dass sich die Sportwissenschaft immer weiterentwickelt. Und so sollten sich auch Deine Trainigs(-pläne) weiterentwickeln.
Stell Dir einfach vor, Du nimmst ein Medikament, welches viele Nebenwirkungen hat. Jetzt kommt ein neues Medikament mit wesentlich weniger Nebenwirkungen auf den Markt. Wäre es nicht schlau umzusteigen?
ROBIN
(2011)