Spaß oder Sinn vs. Spaß und Sinn

Eines der Themen, mit dem wir hier als Trainer sehr oft konfrontiert werden, sind Trainings wie BootCamps, CrossFit, etc.

Als aller erstes will ich klarstellen, jeder darf machen was er will und was ihm Spaß macht, es ist überhaupt nicht meine Absicht, jeden hier von meiner Meinung zu überzeugen. Wer etwas findet, dass ihm oder ihr Spaß macht, machen!

Das tolle an diesen Trainings ist, sie werden beworben mit Menschen, die super durchtrainiert sind, tolle Figuren haben, abgefahrene Übungen machen und einfach so aussehen, wie man am liebsten auch aussehen würde.(Frage: Glaubt ihr wirklich, die sehen so aus, weil sie ausschließlich so trainieren???)

CrossFit Trainings oder auch BootCamps sind jedoch in meinen Augen sehr kritisch zu betrachten. Wir leben nicht in einer Welt, wo nur supermegafitte, voll durchtrainierte Teilnehmer zu unseren Trainings kommen, die eine solche körperliche Belastung, wie sie in diesen Trainings durchgebolzt wird, aushalten. Ganz und gar nicht!

Zu uns kommen Leute wie Du und ich. Alle bringen ihre dementsprechenden körperlichen Voraussetzungen mit, mit denen ich als guter Trainer korrekt umgehen muss.

Jeder Trainer (und dazu muss man nicht mal Trainer sein) kann einen Trainierenden körperlich (und mental) komplett fertig machen. Jedoch die guten Trainer machen Dich nicht fertig, sie machen Dich BESSER und bauen Dich auf!

Jetzt mal ganz ehrlich, wenn einer Deiner Teilnehmer wegen einer Verletzung zum Arzt geht und ihm erzählt, „mein Trainer hat mich beim Sport durch Schlamm robben lassen und auf nasse Baumstämme springen lassen, ich habe in die Liegestütze reinspringen müssen und musste versuchen unter einer Stange durch zu schwingen um in einen Klimmzug zu kommen.“

Was meinst Du denkt der Arzt über den Trainer und diesen Sport?! Super, mach weiter so??? Ne!

Oder noch ein Gedankenanstoß. Meint ihr wirklich der Großteil der Menschen da draußen die gerne trainieren würden um sich wohl zu fühlen, fahren darauf ab, wenn ihnen jemand erzählt „Hey, das Training war so geil und hart, ich habe mich wirklich übergeben müssen und konnte danach kaum noch laufen. Ganz zu schweigen von dem Mördermuskelkater den ich einige Tage hatte.“

Wir wollen Leute dazu motivieren Sport zu machen und daran Spaß zu haben. Wir wollen sie nicht abschrecken.

Jedes Training sollte auf alle Fälle Spaß machen, aber vergesst nicht, dass es AUCH sinnvoll sein sollte. Denn nur zum Spaß trainiert man ja dann auch nicht. Jeder will sich verbessern, schneller, stärker, schlanker und fitter werden.

Ha, da fällt mir noch was ein:

UNTERFORDERN sollte man sich jedoch auch nicht. Das sehe ich noch viel zu oft! Meistens hier:

  • Herkömmliches Gerätetraining
  • Rehasportgruppen
  • Rückenkurse
  • Etc.

Training darf IMMER anstrengend sein. Es darf jedoch NIE schmerzhaft sein.

Schmerz und Anstrengung sind zwei verschiedene Gefühle. Du entscheidest!

„If it doesn´t challenge you, it won´t change you.“

ROBIN

Emphatie – working with people

Sobald man einen Job hat, bei dem man es viel mit anderen Menschen zu tun hat, stößt man sehr oft eigenes Unverständnis gegenüber dem Verhalten anderer. Selbstverständlich passiert das auch im Privatleben.

In diesem Moment ist es wichtig, dass man richtig reagiert, bzw. sich Strategien oder Techniken zu Recht legt, wie man damit umgeht.

Als Trainer haben wir damit tagtäglich zu tun. Wir sind aber in der Verpflichtung, den richtigen Weg zu finden, dieser Person etwas beizubringen, bzw. eine „Beziehungsebene“ herzustellen, auf der man gemeinsam kommunizieren kann.

Jeder Mensch macht jeden Tag seit seiner Geburt Erfahrungen. Diese Erfahrungen bilden die Filter, wie man die Welt und seine Umgebung sieht und vor allem wie man sich verhält.

Als Trainer triffst Du oft Personen mit Schmerzen. Hört sich lustig an, aber es ist von Vorteil, wenn man selbst diese Schmerzen schon mal gehabt hat. Mir geht es z.B. so mit meinem Bandscheibenvorfall. Ich kann ganz genau sagen wie so etwas schmerzt. Aber ich wünsche keinem irgendwelche Schmerzen, nur um mit anderen besser kommunizieren zu können!

Verstehst Du also mal nicht das Verhalten von Deinem Gegenüber, muss Dir das bewusst sein.

Als Trainer kommt das oft so vor, dass Du Anweisungen gibst, die einfach nicht bei der Person ankommen. Jeder Mensch „hört“ anders. Das ist aber nicht die Schuld des anderen, das ist die Schuld des Trainers. Er muss herausfinden, wie diese Person „hört“.

Hier sind ein paar Tipps, wie ich damit umgehe.

Kennst Du die Person nicht oder nicht so gut, ist die erste Regel, diese Person in eine „neutrale Ebene“ mit dir zu stellen. D.h. keine Vorurteile, keine Klischees, etc…

Sie hat ihre Filter, die ich nicht kenne aber respektieren muss. Versuche diese Person „reden“ zu lassen um herauszufinden, wo Du ansetzen kannst. Schenke ihr Respekt, Aufmerksamkeit, Zeit, Vertrauen und Verständnis. Der Rest kommt von ganz alleine. Weniger ist hier immer sehr viel mehr.

Im Training bekommen diese Personen am Anfang etwas mehr Aufmerksamkeit. Der Trainer ist die „Respektsperson“ im Raum. Beschäftigt er sich mit dieser Person respektvoll und fair, werden das die anderen Sportler das auch eher tun. So schaffst Du die Verknüpfung zu anderen in der Gruppe.

Verwickle andere Sportler mit dieser Person in Gespräche. Das geht ganz einfach. Nimm sie somit ins Team auf!

Kennst Du diese Person etwas besser wird es schon schwieriger in einer solchen  Situation. Kommt so etwas vor, male ich mir ein Bild mit all den Eindrücken und Informationen, die ich von dieser Person im Moment habe. Ein Bild auf dem ich sehe, was so alles gerade auf diese Person einwirkt. Was für einen Eindruck ICH bei dieser Person wohl gerade hinterlasse. Welche Wünsche diese Person wohl hat. Das bestimmt ihr Verhalten.  Ich stelle mir vor, wie ich mich in dieser Situation verhalten würde. Das hilft sehr stark zu verstehen. Dann versuche ich eine neue Perspektive zu dieser Person zu bekommen. Ein anderen Blickwinkel herzustellen. Der Person einen neuen „Namen“ zu geben, ein neues „ich“. D.h. Du trennst Dich erst mal von dem Blickwinkel, den Du davor noch hattest.

„Sometimes you have to let go to move on.“

Im Training bedeutet das für mich zuerst einmal etwas Abstand herzustellen um neu zu sortieren. Es ist fast so, als ob Du diese Person erst mal wieder auf „neutral“ stellst. Jemanden den Du nicht kennst.

Hast Du es mit launischen Personen zu tun, die heute so sind und morgen so, versuche ich das zu ignorieren und immer gleich zu sein. Nicht auf temporäres Unverständnis sofort, evtl. falsch, zu reagieren. So stellst Du dieser Person dar, dass Du eine Linie fährst. So wie Du bist.

Hast Du es mit Leuten zu tun, die auf Angriff programmiert sind, versuche zuzuhören. Es ist ja oft so, dass sie gar nicht sauer auf Dich sind. Du bist nur der, der ihnen gerade mal sehr gelegen über den Weg läuft um Dampf abzulassen. Wiederhole evtl. das was sie stört, damit sie sehen, dass Du verstehst. Geht nicht immer, aber oft J.

Menschen sind ständig auf der Suche nach sich selbst. Manchmal begegnest Du ihnen auf ihrem Weg wo es Dir leicht fällt mitzulaufen, manchmal ist der breiteste Weg zu eng für beide.

Mein Gott, was mir schon alles mit Leuten passiert ist, als ich auf dem AIDA Schiff als Trainer gearbeitet habe. Auch können alle meine Kollegen aus der Zeit bei World Disney World ein Liedchen davon singen, was für Leute, mit absolut komplett anderen Ansichten, einem so am Tag begegnen können. Schüler, Studenten und Workshopteilnehmer, die nicht zuhören oder stören, die Liste ist lang….

Diesen Artikel schreibe ich, da mir wahrscheinlich in den letzten Tagen und Wochen vor allem beruflich sehr viel passiert ist, wo ich diese Strategien immer wieder abrufen musste. Und was mir dann auch noch dabei hilft, ist es niederzuschreiben.

Try it, it might works for you too.

Wenn – Dann – Glücklich

Der große Überbegriff für diesen Artikel ist eigentlich „Glücklich sein“. Hand hoch, wer nicht glücklich sein will!?!

Viele machen aber „Glücklich sein“ immer von irgendetwas abhängig. Von etwas Materiellem, von einer anderen Situation, etc.

Das nennt man auch das „Wenn – Dann – Denken“.

Bsp.:

Wenn ich einen besseren Job hätte, dann würde ich mehr Geld verdienen.

Wenn ich mehr Geld hätte, dann könnte ich mir neue Klamotten kaufen.

Wenn ich neue Klamotten hätte, dann würde ich auch besser bei anderen ankommen.

Wenn ich mehr Zeit hätte, dann könnte ich mehr für meine Familie und mich da sein.

Wenn das alles so wäre, dann wäre ich Glücklich.

Du machst Dein Glück also immer von etwas abhängig, dass (nur ganz vielleicht) in naher oder weit entfernter Zukunft liegt.

(Anmerkung: Das ist auch das große Problem beim Thema Stress / BurnOut. Du wirst oft nur von Dingen gestresst, die noch in der Zukunft liegen und noch nicht mal eingetroffen sind. Stressen tun sie Dich aber jetzt schon.)

Na jedenfalls bin ich der Meinung, dass man es so nie schafft glücklich zu werden. Ehrlich gesagt, wirst Du so ewig auf Dein Glück warten!

Love what you do and do what you love. Das stimmt schon. Kündige, wenn Dich Dein Job nervt! Basta!

An Weihnachten ist z.B. die Zeit, wo es die höchste Selbstmordrate gibt. Wo viele Leute in Depressionen fallen.

Oft ist Weihnachten auch die Zeit, in der man ein Resümee des vergangenen Jahres zieht. Und oft sitzt man dann da und denkt sich „Hätte ich doch nur mehr Zeit mit meiner Familie, Freund oder Freundin verbracht, hätte ich doch nur mal mehr Sport getrieben, hätte ich doch mich nur ein bisschen mehr um mich selbst gekümmert.“ Und so weiter…

Hier ist meine Idee, wie Du gleich heute glücklicher sein kannst.

Finde heraus, was Dich wirklich glücklich macht.

Ideen:

Mehr Zeit für Dich selbst, z.B. für Sport, ein schönes Essen selbst kochen, ein Buch zu lesen, dass Du schon immer mal lesen wolltest. Mehr Zeit mit Deiner Familie oder mit Deinen Kindern verbringen. Freunde treffen oder anrufen, die wirklich Deine Freunde sind und Du sie vielleicht schon lange nicht mehr gesehen hast.  Nackt durch die Wohnung rennen…, was auch immer.

So, und jetzt breche das was Dich wirklich glücklich macht auf klitze-kleine Stücke herunter, die Du jeden Tag anwenden kannst.

Bsp.:

Du willst Dich besser ernähren?

Frage Dich in jeder Situation wo es um Essen oder Lebensmittel einkaufen geht: „Brauche ich das wirklich oder will ich das nur?“ Entscheide Dich ruhig mal für eine Alternative. Probiere aus. DO IT!

Du willst mehr Sport machen?

Trage Dir Deine Trainingseinheiten in Deinen Terminkalender ein und sehe sie genauso wichtig an, wie jeden anderen Termin! Laufe jede Treppe die Dir in den Weg kommt. Stell Dir mal vor wenn Du am Tag nur 15 Treppen á 20cm Höhe läufst, sind das nach 365 Tagen 5.475 Treppen und 1.825 Höhenmeter.

Nimm Dir doch einfach mal 20 Minuten pro Woche vor. Das ist doch mal ein Anfang.

Du willst mehr Zeit mit Deiner Familie, Freund oder Freundin verbringen?

Es kann ja sein, dass Du viel auf Reisen bist oder lange Arbeitstage hast. Wie wäre es denn, wenn Du öfters mal eine Postkarte an die zu Hause gebliebenen schreibst. Heute gibt es Videotelefonie. Ein „old school Brief“ wäre ja schon der Hammer. Oder ruf einfach mal nur so an… Sei kreativ in den Ideen, was Du mit Deinen Liebsten unternehmen könntest.

(Bitte hier keine Ausreden, ich glaube ich weiß ziemlich gut, wie schwer das ist. Das Zauberwort ist wahrscheinlich „Planung“)

Du willst mehr Zeit für dich selbst?

Lerne eine Entspannungstechnik und nimm Dir einmal pro Woche vor, nur 15 Minuten früher aufzustehen um diese Entspannung anzuwenden. Diese 15 Minuten können Wunder wirken.

Hier gebe ich Dir die einfachste Entspannungstechnik der Welt.
Suche Dir einen ruhigen Ort, schließe Deine Augen und atme in den Bauch (Bauchdecke hebt sich leicht mit der Einatmung und senkt sich leicht mit der Ausatmung). Zähle Deine Atemzüge und fange einfach wieder von vorne zu zählen an, wenn Du Dich verzählt hast. Es reicht schon aus, wenn Du das nur mal für 2 – 3 Minuten ausprobierst.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die eine oder andere Idee hier, Dich zu einem glücklicheren Menschen macht.

Hey, auf einen Versuch kommt es an.

Don´t worry, be happy!

ROBIN

Thoughts on the SportCodex TrainingsSystem – Mindset – I feel so ALIVE!

Thoughts on the SportCodex TrainingsSystem – Mindset – I feel so ALIVE!

Wir könnten die besten Trainer der Welt sein, die besten Trainingspläne schrieben, die perfektesten Periodisierungen ausarbeiten. Das sind wir aber nicht. Es gibt immer bessere und schlauere (egal was Du tust).

Was wir aber sehr gut können, ist unsere Sportler zu motivieren. Ihnen die richtige Einstellung zum Training, zu ihrem Körper und zu ihrem Lifestyle geben. Fit sein wird Teil vom Leben eines SportCodex Sportlers. Die Amis haben wieder mal ein sehr gutes Wort dafür „Mindset“.

Was wir sind, wir sind Leidenschaftlich bei der Sache. Wir schaffen es, dass unsere Sportler TRAINIEREN. Das ist es, für was sie kommen.

Wer zu SportCodex ins Training kommt, will besser werden!

Ich kann euch sagen, uns als Trainer treibt es wahnsinnig an, unsere Sportler zu sehen, wie sie sich stätig verbessern. Wie sie glücklich aussehen, wenn sie ihren ersten Klimmzug geschafft haben. Ihre Liegestütze BildBildpumpen als ob es kein Morgen gibt. Wie sie durch die Koordinationsleiter flitzen wie eine Nähmaschine, wie sie Seilspringen, wie Du es das letzte Mal in Rocky IV gesehen hast. Und wenn dann noch solche Aussagen kommen wie „Wahnsinn, so etwas hätte ich mir vor 3 Monaten nie im Leben vorstellen können“! Einfach Hammer!!!

Unsere SportCodex Sportler kommen nicht um auf dem Fahrradergometer die Gala zu lesen oder auf der Abduktions-Adduktionsmaschine einen Small-Talk zu halten, in „Geräteparks“ trainieren wie Zombies, die keinen Sinn und Spaß dahinter sehen.

Sie kommen um an ihre Grenzen zu gehen, um am nächsten Tag von sich behaupten zu können, ich habe alles gegeben. I feel so alive!

Sie kommen morgens um 07:00 Uhr bei Regen und Schnee. Sie kommen abends bei 35°C ins Training. Wahnsinn. Dafür kann ich mich nur bei euch bedanken.

Das ist der Grund warum ihr hier seid, warum ihr besser werdet! Stronger, Faster, Fitter!

Und das Beste ist, jeder kann es schaffen. JEDER!

Change the way you train!

Wir sind für euch da.

ROBIN

Feels like – Jeden Tag Urlaub!

Feels like – Jeden Tag Urlaub!

Komischerweise werde ich in den letzten Tagen recht oft auf meine Zehenschuhe angesprochen. Obwohl ich sie schon seit  über 2 Jahren trage. Zu diesem Thema habe ich auch schon einen Artikel geschrieben, den ihr hier lesen könnt.

Die Dinger tragen sich einfach klasse. Ich würde am liebsten keine anderen Schuhe mehr tragen. Jeder Tag fühlt sich an wie Urlaub. Wer läuft nicht gerne im Urlaub Barfuß über den Strand? Ich mache das sozusagen jeden Tag!

Keiner von euch würde auf die Idee kommen, jeden Morgen seine Finger mit Tapeverband einzutapen, damit sich die Finger nicht bewegen können. Mit den Füßen machen wir das aber seit wir Schuhe tragen.

Ein Fuß sollte sich bewegen können wie ein Hand. Ich brauche ständig Feedback vom Fuß und zum Fuß um meine Körperhaltung und Stabilität aufrecht zu erhalten.

Und da wir in unserer Gesellschaft Schuhe tragen müssen (um nicht blöd angeschaut zu werden), trage ich doch gleich solche, die mir gut tun. Sie tun mir gut und ich fühl mich gut. Was will man mehr?!

Ich kann jedem empfehlen die Dinger mal auszuprobieren.

Weg mit den Schuhen, Freiheit für die Füße!

ROBIN

(Auf dem Bild seht ihr meine zwei Lieblingspaare. Der KMD Sport und der KMD Sport LS.)

P.S. im SportCodex TrainingsCenter wird eigentlich fast nur Barfuß, Strümpfig oder mit Zehenschuhen trainiert. It´s part of the system!