Wenn in der Vergangenheit der Streit an Weihnachten innerhalb der Familie schon vorprogrammiert war, fängt er in diesem Quarantänejahr jetzt schon an. Vier Wochen vor Weihnachten.

Wir kennen doch alle die Streitereien, die in dieser gemeinsamen Familienzeit immer wieder aufkommen und dann regelrecht einen Keil in die Beziehungen zueinander schlagen.

Dieses Jahr geht es damit schon früher los. Wir müssen strategisch im Vorfeld planen, wer wann wen besuchen darf. Dürfen wir zur Oma ins Altersheim, wie sieht es mit den eigenen Eltern aus oder gehen wir zu den Schwiegereltern? Dürfen wir beide Seiten überhaupt besuchen? Wie sieht es mit den Geschwistern, Onkel und Tanten aus? Darf ich die in den Feiertagen sehen oder nicht?

Und an Silvester geht das im engen Freundeskreis gerade mal so weiter.

Diese Fragen stellen uns vor eine sehr heikle Differenzierungs-Aufgabe. Ich muss mich also entscheiden, wen aus meiner Verwandtschaft ich besuche. Das heißt, dass da definitiv einige hinten runterfallen werden.

So wie damals in der Schule im Sportunterricht. Da gab es auch immer die, die als letztes ins Team gewählt worden sind. Das sind jetzt also die, die wir an Weihnachten nicht besuchen.

 

Familienzeit ist…

Wie auch immer diese Entscheidungen gefällt werden, es wird sich dieses Jahr auf den engsten Kreis reduzieren. Hoffentlich auf die Leute, die euch in eurem Leben am wichtigsten und wertvollsten sind.

Jedoch auch in diesem Kreis gehen in unserer Coronazeit die Meinungen dazu weit auseinander. Das bedeutet, dass auch hier großes Potential für Streitgespräche liegt. Streitgespräche, die so eskalieren können, dass sie zu dem oben genannten Keil werden können. Wer will das im engsten und wertvollsten Familienkreis?

Und selbst wenn die Meinungen gleich sind, ist das Thema sehr negativ behaftet und wird auch dementsprechend die Stimmung im Familienkreise aufbauen. Wer will das an Weihnachten?

Kurz:
Wir treffen uns also dieses Jahr an Weihnachten nicht nur auf einem Pulverfass für Familienbeziehungen wie sonst,
nein, dieses Jahr brennt schon die Zündschnur.

 

Wer sich dessen bewusst ist, kann steuern. Ein guter Kapitän erkennt den Eisberg lange bevor er damit kollidieren könnte und umfährt ihn. Das ist zwar unspektakulär, rettet aber Leben.
Oder für unser Zündschnurbeispiel. Ein scharfer Verstand ist immer fähig die brennende Zündschnur zu kappen.

 

In zwei Minuten Lesezeit könnt ihr zu diesem Thema auf folgenden Artikel noch lesen:

Über was würden wir uns nur unterhalten?

 

 

 

Artikelbild von: https://pixabay.com/de/users/inoehren-13950881/

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