Sobald man einen Job hat, bei dem man es viel mit anderen Menschen zu tun hat, stößt man sehr oft eigenes Unverständnis gegenüber dem Verhalten anderer. Selbstverständlich passiert das auch im Privatleben.

In diesem Moment ist es wichtig, dass man richtig reagiert, bzw. sich Strategien oder Techniken zu Recht legt, wie man damit umgeht.

Als Trainer haben wir damit tagtäglich zu tun. Wir sind aber in der Verpflichtung, den richtigen Weg zu finden, dieser Person etwas beizubringen, bzw. eine „Beziehungsebene“ herzustellen, auf der man gemeinsam kommunizieren kann.

Jeder Mensch macht jeden Tag seit seiner Geburt Erfahrungen. Diese Erfahrungen bilden die Filter, wie man die Welt und seine Umgebung sieht und vor allem wie man sich verhält.

Als Trainer triffst Du oft Personen mit Schmerzen. Hört sich lustig an, aber es ist von Vorteil, wenn man selbst diese Schmerzen schon mal gehabt hat. Mir geht es z.B. so mit meinem Bandscheibenvorfall. Ich kann ganz genau sagen wie so etwas schmerzt. Aber ich wünsche keinem irgendwelche Schmerzen, nur um mit anderen besser kommunizieren zu können!

Verstehst Du also mal nicht das Verhalten von Deinem Gegenüber, muss Dir das bewusst sein.

Als Trainer kommt das oft so vor, dass Du Anweisungen gibst, die einfach nicht bei der Person ankommen. Jeder Mensch „hört“ anders. Das ist aber nicht die Schuld des anderen, das ist die Schuld des Trainers. Er muss herausfinden, wie diese Person “hört”.

Hier sind ein paar Tipps, wie ich damit umgehe.

Kennst Du die Person nicht oder nicht so gut, ist die erste Regel, diese Person in eine „neutrale Ebene“ mit dir zu stellen. D.h. keine Vorurteile, keine Klischees, etc…

Sie hat ihre Filter, die ich nicht kenne aber respektieren muss. Versuche diese Person „reden“ zu lassen um herauszufinden, wo Du ansetzen kannst. Schenke ihr Respekt, Aufmerksamkeit, Zeit, Vertrauen und Verständnis. Der Rest kommt von ganz alleine. Weniger ist hier immer sehr viel mehr.

Im Training bekommen diese Personen am Anfang etwas mehr Aufmerksamkeit. Der Trainer ist die „Respektsperson“ im Raum. Beschäftigt er sich mit dieser Person respektvoll und fair, werden das die anderen Sportler das auch eher tun. So schaffst Du die Verknüpfung zu anderen in der Gruppe.

Verwickle andere Sportler mit dieser Person in Gespräche. Das geht ganz einfach. Nimm sie somit ins Team auf!

Kennst Du diese Person etwas besser wird es schon schwieriger in einer solchen  Situation. Kommt so etwas vor, male ich mir ein Bild mit all den Eindrücken und Informationen, die ich von dieser Person im Moment habe. Ein Bild auf dem ich sehe, was so alles gerade auf diese Person einwirkt. Was für einen Eindruck ICH bei dieser Person wohl gerade hinterlasse. Welche Wünsche diese Person wohl hat. Das bestimmt ihr Verhalten.  Ich stelle mir vor, wie ich mich in dieser Situation verhalten würde. Das hilft sehr stark zu verstehen. Dann versuche ich eine neue Perspektive zu dieser Person zu bekommen. Ein anderen Blickwinkel herzustellen. Der Person einen neuen „Namen“ zu geben, ein neues „ich“. D.h. Du trennst Dich erst mal von dem Blickwinkel, den Du davor noch hattest.

„Sometimes you have to let go to move on.”

Im Training bedeutet das für mich zuerst einmal etwas Abstand herzustellen um neu zu sortieren. Es ist fast so, als ob Du diese Person erst mal wieder auf „neutral“ stellst. Jemanden den Du nicht kennst.

Hast Du es mit launischen Personen zu tun, die heute so sind und morgen so, versuche ich das zu ignorieren und immer gleich zu sein. Nicht auf temporäres Unverständnis sofort, evtl. falsch, zu reagieren. So stellst Du dieser Person dar, dass Du eine Linie fährst. So wie Du bist.

Hast Du es mit Leuten zu tun, die auf Angriff programmiert sind, versuche zuzuhören. Es ist ja oft so, dass sie gar nicht sauer auf Dich sind. Du bist nur der, der ihnen gerade mal sehr gelegen über den Weg läuft um Dampf abzulassen. Wiederhole evtl. das was sie stört, damit sie sehen, dass Du verstehst. Geht nicht immer, aber oft J.

Menschen sind ständig auf der Suche nach sich selbst. Manchmal begegnest Du ihnen auf ihrem Weg wo es Dir leicht fällt mitzulaufen, manchmal ist der breiteste Weg zu eng für beide.

Mein Gott, was mir schon alles mit Leuten passiert ist, als ich auf dem AIDA Schiff als Trainer gearbeitet habe. Auch können alle meine Kollegen aus der Zeit bei World Disney World ein Liedchen davon singen, was für Leute, mit absolut komplett anderen Ansichten, einem so am Tag begegnen können. Schüler, Studenten und Workshopteilnehmer, die nicht zuhören oder stören, die Liste ist lang….

Diesen Artikel schreibe ich, da mir wahrscheinlich in den letzten Tagen und Wochen vor allem beruflich sehr viel passiert ist, wo ich diese Strategien immer wieder abrufen musste. Und was mir dann auch noch dabei hilft, ist es niederzuschreiben.

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