Für Tierbesitzer ist es schon immer ein Problem gewesen. Obwohl Du einen Hund, eine Katze oder sogar ein Pferd besitzt, hast Du trotzdem das Verlangen hin und wieder in den Urlaub zu fahren. Andere Länder zu sehen, neue Menschen kennenzulernen, das Fernweh stillen oder einfach nur mal einen ordentlichen Tapetenwechsel vollziehen.

Der Wille und das Verlangen dafür ist da und Du bist bereit.

Was ist jedoch der nächste Gedanke eines Tierbesitzers?
„Mist, leider geht das aber nicht wegen „Lassie“, „Garfiled“ oder „Bukephalos“ nicht.

 

Gedanke:
Du bist bereit für etwas Neues, kannst es aber nicht erleben, weil Dich das „Alte“ zu stark zurückhält, an sich zieht oder festhält.

 

Diesen Gedanken könnte man natürlich nicht nur auf Tierbesitzer beziehen. Das gilt für alles was Du denkst zu besitzen.
Dein Haus, Dein Auto, Deine Freunde, Deine Familie und einfach alles, was zu Deinem Leben dazugehört. Was Du mit deinem Leben identifizierst. Es scheint Dich zu dem zu machen was Du bist und hält Dich dort stabil und fest.

 

Ich glaube fast alle Menschen hatten in ihrem Leben schon mal große und kleinere Träume.

Der eine würde gerne ein Auslandsjahr machen, die nächste eine Weltreise und wieder jemand anderes mit dem Motorrad durch Südamerika, sich selbstständig machen, den Job wechseln, die Partnerschaft ändern, ein Buch schreiben und und und…

 

Wie viele Menschen kennt ihr die träumen, sie jedoch nie umsetzen oder umgesetzt haben?

Und wie viele Menschen kennt ihr, die es tun?

Zu welchen zählst Du Dich?

Stopp:
Das hier ist keine Beurteilung in „gute oder schlechte Menschen“. Das ist einfach nur mal eine Feststellung.

 

Dein Geist ist…

Auf was ich hinaus will ist Deine Gedankenwelt. Bezeichnen wir es mal als Deinen Geist. Ich finde das ein gutes Wort in der deutschen Sprache für die Energie eines jeden einzelnen Menschen. Das was Dich antreibt.

Ein guter Vergleich wäre der Strom aus der Steckdose. Den Strom brauchen wir um unsere Geräte zum Leben zu erwecken.

Der beste Computer, mit den schnellsten Prozessoren, den sichersten Festplatten und den besten Grafikkarten kann überhaupt gar nichts ohne Strom.

Bleiben wir für einen Moment bei unserem Computerbeispiel. Ich sitze hier gerade vor meinem Laptop und habe unten auf dem Bildschirm eine Suchzeile. In diese Suchzeile kann ich alle möglichen Begriffe eingeben und mein Laptop sucht dann lokal in seinen Datensätzen nach Zusammenhängen. Dann schlägt er mir alles vor, was er dazu in seiner Innenwelt gefunden hat.

Genauso ist es mit Deiner Gedankenwelt, mit Deinem Bewusstsein.

Dein Geist, kann auf Deiner Festplatte (in Deinem Kopf) nur durch die Datensätze durchfließen und antreiben, die vorhanden sind. Und nur mit den vorhandenen Datensätzen kann er Zusammenhänge finden und neue Erkenntnisse bilden.

 

Ich stelle mir folgendes vor:

Hätte mein Gehirn auch eine Suchzeile und ich würde in diese Suchzeile zum Beispiel das Wort „Relativitätstheorie“ eingeben, wäre das maximale Suchergebnis irgendwas mit „E…“.
Würde jedoch ein Mathematiker oder Physiker dieses Wort in seine Suchzeile eingeben, könnte er sich vor Suchergebnissen wahrscheinlich gar nicht mehr retten.

Das bedeutet auch, dass natürlich der Mathematiker in seinem Leben wesentlich mehr Kontakt und Erfahrungen mit der Relativitätstheorie gehabt hat als ich.
Er hat wesentlich mehr Datensätze zur Relativitätstheorie auf seiner Festplatte liegen als ich.

Sein Geist wird also wesentlich mehr Daten dazu in seinem Kopf finden und diese in verschiedene Zusammenhänge bringen als mein Geist in meinem Kopf.
(Mein Geist wird so wenig dazu auf meiner Festplatte finden, dass ich mich vielleicht sogar dumm fühle oder es mich eher verwirrt so wenig Ergebnisse dazu zu finden und ich Distanz dazu aufbaue.)

Und das bedeutet wiederum, dass wir beide, der Mathematiker und ich, vor allem was die Relativitätstheorie betrifft, in komplett verschiedenen Welten leben.

 

Erfahrungen = Datensätze

Alles was wir in unserem Leben erleben und erfahren, wird als Datensatz auf unserer Festplatte abgelegt und gespeichert. Manche Daten haben eine sehr starke IP-Adresse und sind immer wieder abrufbar, manche Datensätze brauchen einen starken Suchbegriff (ein Erlebnis) um ihn aufzurufen.

Mein Geist kann ausschließlich nur durch meine eigenen Datensätzen fließen, suchen, finden, Zusammenhänge erstellen und für mich neue Erkenntnisse bilden. Absolut individuell, es gibt keine Kopie. Das ist meine Welt.

Meine Welt, die aus meinen Erkenntnissen besteht, die durch das Zusammenfügen von meinen Datensätzen in meinem Gehirn gebildet worden ist.
Davon kann es gar keine Kopie geben! (Somit wird auch nie eine andere Person je das gleiche, von mir gemalte Weltbild haben oder malen können.)

Ich glaube die Zusammenhänge sind so unendlich² komplex, dass eine genaue Rückverfolgung zum Beispiel von einer Erkenntnis oder einem Verhalten einfach unmöglich ist.

 

Zurück zum Haustier

Ist es nicht interessant, wie stark unser Geist an einer gegebenen Lebensweise (kulturell, gesellschaftlich, von den Eltern, …) festgebunden ist und er sich zusätzlich auch noch hartnäckig daran festhält.

Er wird zusammengehalten von unseren Datensätzen. Von unseren Erkenntnissen, Glaubenssätzen und Vorstellungen in unserem Gehirn. Er ist darin eingesperrt.
… und das ist die Basis für Angst.

 

Warum die Basis für Angst?

Obwohl wir grundsätzlich bereit wären etwas Neues zu erfahren (Urlaub, Partnerschaft, etc.) und grundsätzlich gerne den Schritt wagen würden, haben wir Angst davor, das Bekannte zu verlassen. Es ist also nicht die Angst vor etwas Neuem, es ist eher die Angst das Gewohnte, die eigenen Überzeugungen und so weiter zu verlassen. Aufzugeben.

Exkurs:
Welcher Geist (Strom) hat Recht? Ist richtig oder falsch? Gut oder schlecht?
Kann man das überhaupt beurteilen?

An was hält ein Geist fest, wenn er in einem Gehirn lebt,
das ausschließlich aus Datensätzen von einem Leben auf Hawaii besteht?
Oder ein Leben in Reichtum?
Oder ein Leben in Armut?
Oder ein Leben mit vielen Niederschlägen, Gewalttaten, Nöten, etc.?

 

 

Ich komme jetzt nochmal auf den Gedanken von oben zurück, als wir über den Tierbesitzer gesprochen haben.

Gedanke:
Du bist bereit für etwas Neues, kannst es aber nicht erleben, weil Dich das „Alte“ zu stark zurückhält, an sich zieht oder festhält.

Und so ist es mit dem Erstellen von neuen Erkenntnissen auch. Selbst wenn Du den ersten, sehr wichtigen Schritt gemacht hast, dass Du Deine Gedankenwelt mit neuen Impulsen füttern willst, um neue Erkenntnisse zu erstellen und als neue Datensätze abzulegen, wirst Du immer extrem stark von den vorhandenen Datensätzen zurückgehalten.

Du bist an sie festgebunden. Du meinst Du bist sie und sie sind Du. Nein, es sind nur Deine Datensätze.
Sie sind nicht Dein Geist.
Dein Geist ist frei – Aber nur in der Welt, in der er lebt.

Du bist der Gestalter Deiner Welt.

 

 

Artikelbild von:
https://pixabay.com/de/users/openclipart-vectors-30363/

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